Molkereien wollen vom Handel mehr Geld

Der Lebensmittelhandel müsse die höheren Kosten mittragen. Ansonsten könne die Qualitätsstrategie nicht durchgehalten werden, so die Milchverarbeiter.

APA

Die Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter (VÖM) sieht im Auslaufen der EU-Milchquote 2015 und der "kommenden Liberalisierung im Zuge des transatlantischen Freihandelsabkommens" eine immer härter werdende Probe für die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Milchwirtschaft. Die VÖM fordert daher vom Lebensmitteleinzelhandel, ihre "Qualitätsstrategie" mitzutragen.

„Allerdings muss diese Strategie von allen Teilnehmern der Lebensmittelkette mitgetragen werden, vor allem auch vom österreichischen Lebensmitteleinzelhandel. Eine Qualitätsproduktion bedeutet auch höhere Kosten, die am Bauernhof, in den Molkereien und in der Logistik entstehen, diese müssen vom Handel abgegolten werden“,, fordert VÖM-Präsident Helmut Petschar in einer Aussendung am Freitag anlässlich einer Tagung des Österreichischen Reiffeisenverbandes. Ohne einer Abgeltung der Kosten könne die "Qualitätsstrategie nicht durchgehalten werden", warnte Petschar weiter.

Insgesamt werde neben dem Heimmarkt der Export weiter an Bedeutung gewinnen, so Petschar. Nach dem Aus der EU-Milchquote werde der Exportanteil am Umsatz steigen. Die Perspektiven für die heimische Milchwirtschaft seien "aufgrund der höheren internationalen Nachfrage nach hochwertigen Milchprodukten gut".

(APA)

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