Börsen-Debüt: Buwog-Aktie startet mit 13 Euro in Frankfurt

Die Abspaltung der Buwog von der Mutter Immofinanz wurde mit dem Börsengang in Frankfurt und Wien besiegelt. Ziel ist der MDax.

PK IMMOFINANZ AG 'BUWOG-BOeRSEGANG STARTET': ZEHETNER
PK IMMOFINANZ AG 'BUWOG-BOeRSEGANG STARTET': ZEHETNER
Immofinanz-Chef Eduard Zehetner – APA/GEORG HOCHMUTH

Die Aktien der Buwog, der Wohnungstochter der Immofinanz, sind am Montag im frühen Handel mit einem Kurs von 13,20 im Wiener prime market gestartet. Hauptgelistet ist die Aktie aber in Frankfurt. Daneben geht sie am Dienstag auch in Warschau an die Börse. In Deutschland ist das österreichische Unternehmen sogar der erste Börsen-Neugling des Jahres. Am Montagmorgen flackerte sie an der Kurstafel bei 13 Euro auf. Wunschziel ist der MDax. Am Nachmittag legte die Titel sowohl in Wien als auch in Frankfurt auf 13,56 bzw. 13,52 Euro zu.

Erst Mitte April fixierte die Immofinanz-Tochter den Kauf von 18.000 Wohnungen der deutschen DGAG im Wert von 892 Millionen Euro. "Der direkte Zugang zum Kapitalmarkt eröffnet große Chancen für die künftige Entwicklung unseres Unternehmens und ermöglicht uns, die Wachstumspotenziale in unseren beiden Zielmärkten Deutschland und Österreich noch besser zu nutzen", sagte Buwog-CEO Daniel Riedl nach dem Börsengang.

"Germanisierung unbedingt notwendig"

"Die 'Germanisierung' der Buwog war unbedingt notwendig für die Verselbstständigung der Wohnbaugesellschaft", sagte Immofinanz-Chef Eduard Zehetner vor kurzem. Nun steige der Bestand der Buwog von 35.500 auf 53.500 Einheiten, die schwerpunktmäßig in Wien, Berlin und Lübeck angesiedelt sind.

Die Buwog hat im Zuge der Abspaltung keine Aktien platziert, die Papiere waren stattdessen den Immofinanz-Investoren ins Depot gebucht worden: Für je 20 Immofinanz-Papiere gab es eine Buwog-Aktie. Die Immofinanz-Aktien zeigten sich entsprechend sehr schwach: Die Papiere verbuchten ein Minus von 21,06 Prozent auf 2,65 Euro. Anders als bei einem Initial Public Offering (IPO) nimmt die Immofinanz bei der Abspaltung so kein Geld ein.

Die Immofinanz will sich künftig auf Gewerbeimmobilien in Osteuropa konzentrieren, während Buwog vor allem auf dem Wohnungsmarkt in Deutschland expandieren will.

Buwog-Kauf im Jahr 2004

Die Immofinanz kaufte die ehemalige staatliche Wohnungsgesellschaft für Bundesbedienstete (Buwog) um 961 Millionen Euro. Die Vorgänge rund um den Erwerb unter der Ägide von Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser und die Provision an die Lobbyisten Peter Hochegger und Walter Meischberger sind noch immer Gegenstand von Ermittlungen der Staatsanwaltschaft.

Dividende für heuer gestrichen

Den Immofinanz-Aktionären wurde wegen des Buwog-Deals die Dividende für 2013/14 gestrichen. Im Vorjahr waren 15 Cent je Aktie ausgeschüttet worden. Erst im kommenden Geschäftsjahr soll wieder eine Dividende ausgezahlt werden. Mitte April haben die Immofinanz-Aktionäre den Börsengang mit einer großen Mehrheit abgesegnet.

Bereits Mitte Februar hat die Immofinanz die Mehrheit an ihrer Tochter abgestoßen, um den Börsengang zu ermöglichen. Die Buwog befindet sich nun zu 51 Prozent im Streubesitz.

Immofinanz spaltet Buwog ab
Immofinanz spaltet Buwog ab
APA

(APA/Reuters/Red.)

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