Intersnack kauft Snackhersteller Kelly

Knistern im Leben des Knabbergebäckherstellers Kelly: Hauptkonkurrent Intersnack übernimmt Österreichs Marktführer, teilte Kelly am Donnerstag der APA mit. Die Transaktion bedarf noch der Zustimmung der Kartellbehörden. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Nach der Trennung von Bahlsen im Jahr 2000 und der erfolgreichen Unternehmensentwicklung vor allem in der Region Österreich und Südosteuropa haben die Gesellschafter der Kelly Ges.m.b.H beschlossen, ihre Anteile an den in Köln ansässigen zweitgrößten europäischen Snackproduzenten Intersnack abzugeben, hieß es. Der Verkauf erfolge "aufgrund strategischer Überlegungen" und solle die weitere Unternehmensexpansion absichern.

Intersnack ist eine Familiengesellschaft die in einer Reihe von Ländern mit lokalen Marken führende Positionen hält. Kelly wurde im Jahr 1955 von einem amerikanischen Besatzungsoffizier und einem Österreicher in Wien gegründet. Damals zog Popcorn in die Kinosäle ein, heute isst jeder Österreicher im Durchschnitt 3,22 kg Knabbergebäck jährlich. Bei den Kelly-Gesellschaftern, die den Kartoffelchip-Riesen nun an Deutschland verkaufen, handelt es sich namentlich um die schweizerische Nordeck International Holding AG als Mehrheitseigentümer (62,4 Prozent) sowie die Raiffeisen Ware Austria AG (25,1 Prozent) und die Familie Josef Wolfgang Zach (10 Prozent) und Maria Elisabeth Zach (2,5 Prozent).

"Unter dem neuen Eigentümern werden die erfolgreichen Marken weiter unterstützt, die Standorte im In- und Ausland werden weiter gefördert. Das Logistikzentrum Wien wird zur Drehscheibe für die Snackaktivitäten in der Region", so Kelly-Chef Wolfgang Hötschl. Kelly ist mit den Marken Kelly's und Soletti Marktführer in Österreich. Mit 409 Mitarbeitern erwirtschaftete Kelly 2006 einen Umsatz von 106,4 Mio. Euro.

(APA)

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