Vöslauer: Lizenzprodukte als Ladenhüter

Konsumgüter. Eigenmarken boomen. Pepsi, Almdudler&Co. dämpfen Erfolg.

AP

Wien (AP/cjd). Die guten Halbjahreszahlen des Mineralwasserproduzenten Vöslauer wurden von den Lizenzprodukten Pepsi, Seven Up und Almdudler gedämpft:

Während Vöslauer mit den Marken-Produkten aus eigenem Haus in Gastronomie und Handel ein zweistelliges Umsatzwachstum erzielen konnte, blieb der Erfolg bei den Lizenz-Marken Pepsi, Seven up und Almdudler aus. Gesamt blieb trotzdem ein Wachstum von rund drei Prozent auf 40,7 Mio. Euro über.

„Almdudler hat die Lizenzvereinbarung mit Vöslauer erneuert“, sagte dazu Alfred Hudler, Vorstand der Vöslauer AG. „Ab sofort sind wir nur noch für die Abfüllung zuständig, alle anderen wert-schöpfenden Tätigkeiten übernimmt Almdudler selbst“. Und das schlage sich eben im Umsatz nieder. Doch auch der Trend zu gesunden, zuckerarmen Getränken dürfte den Lizenzprodukten zusetzen. Klassische Soft-Drink Hersteller wie Coca-Cola und Pepsi kämpfen seit längerem mit sinkenden Absatzzahlen, verursacht durch mehr Gesundheitsbewusstsein in der Bevölkerung Westeuropas und Amerikas. Details zur Entwicklung der Vöslauer-Umsätze mit den Lizenz-Getränken wollte das Unternehmen nicht bekannt geben.


Stark mit Eigenprodukten

Anders sieht es bei den Produkten aus eigenem Haus aus: Noch bevor der Sommer hier zu Lande richtig begonnen hat und Temperaturen bis zu 39 Grad die Menschen zu kochen bringen, ist die Nachfrage nach Vöslauer Mineralwasser gestiegen:

Im Handel erfreuten sich die unter der Marke Vöslauer vertriebenen Produkte besonders großer Beliebtheit. Der Umsatz mit Vöslauer Getränken stieg um 13,6 Prozent auf 32,6 Mio. Euro. Auch in der Gastronomie konnte Vöslauer seine Marktposition ausbauen, jetzt kratzt man an der Nummer eins von Römerquelle.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 27.07.2007)

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