Gastronomie: Giebelkreuz im Rathaus

Raiffeisen-Tochter kocht im Wiener Rathauskeller.

WIEN (red.). Schwarzer Koch im roten Rathaus: So wird unter Branchen-Kennern der kolportierte Verkauf des Wiener Rathauskellers an die Vivatis-Gruppe kommentiert. Vivatis gehört zum Firmenimperium von Raiffeisen Oberösterreich.

Konkret geht es darum, dass sich Österreichs größter Tourismuskonzern, das Verkehrsbüro, offenbar von seiner Restaurant- und Catering-Sparte trennt. Dazu zählt nicht nur der Rathauskeller. Das Verkehrsbüro betreibt unter anderem auch das Restaurant auf dem Donauturm und das Café Schwarzenberg. Verkehrsbüro-Sprecherin Birgit Reitbauer wollte zu dem Branchen-Gerücht nicht Stellung nehmen.

Verkauft wird auch die nagelneue Frischküche, die im September 2006 in Wien eröffnet worden ist. Im 23. Bezirk sind 250 Mitarbeiter beschäftigt. Sie stellen täglich bis zu 100.000 Mahlzeiten für Schulen und Betriebsküchen her. Mit Club-Catering wechselt auch einer der größten Caterer Österreichs den Besitzer. Ebenfalls in der Sparte Kulinarik des Verkehrsbüro-Konzerns zu finden ist das Dianabad in Wien.

Das Verkehrsbüro gehört zu mehr als 60 Prozent der AVZ-Holding, die der Bank Austria nahe steht. 31 Prozent hält die Wiener Städtische Versicherung, mehr als sieben Prozent die Privatstiftung des früheren Verkehrsbüro-Chefs Hans Dieter Toth.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 03.10.2007)

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