Recycling: Immer mehr Quoten sind zu erfüllen

Für die Umweltpolitik hat Abfallvermeidung höchste Priorität.

WIEN (ku). Die Umweltpolitik hat genaue Vorstellungen, wie mit dem Problem Abfall umgegangen werden soll: Oberste Priorität hat die Vermeidung von Abfall. Danach kommt – sofern dies „gesamtwirtschaftlich zweckmäßig“ ist – die Abfallverwertung. Und erst an letzter Stelle kommt die Abfallbeseitigung. Ein wesentliches Mittel zur Durchsetzung dieser Strategie ist das Verordnen von Recycling-Quoten. Österreich war dabei Vorreiter, in den letzten Jahren wurde auch die EU tätig. So muss bei Autos per 15. Dezember 2008 nachgewiesen werden, dass 80 Prozent eines Fahrzeuges „recyclet“ werden. 2015 steigt die Quote auf 85 Prozent.

Schon seit langem gibt es in Österreich Quoten-Vorgaben für die stoffliche Verwertung von Verpackungen. Für Papier und Glas gilt eine Quote von 60 Prozent, für Metalle von 50 Prozent. Laut Umweltbundesamt ist das erreichbar. Ein Problem waren bisher Plastik-Flaschen – bis heuer im Sommer im Burgenland eine PET-to-PET-Verwertungsanlage in Betrieb ging. Dort werden jährlich bis zu 10.000 Tonnen alte PET-Flaschen zu einem Granulat verarbeitet, das zu 20 bis 30 Prozent dem Rohstoff für neue PET-Flaschen beigemischt wird.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 12.12.2007)

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