Fonds: Volumen der Meinl-Fonds stark geschrumpft

Neue Fonds für vermögende Privatanleger kommen im Sommer.

(c) Die Presse (Clemens Fabry)

Wien (ju). Die Kapitalanlagegesellschaft der Meinl Bank (Julius Meinl Investment Ges.m.b.H) hat während der Turbulenzen um die börsenotierten Unternehmen der Meinl-Gruppe beträchtliche Kapitalabflüsse erlitten, will die Lücke aber bald wieder geschlossen haben. Seit dem Sommer des Vorjahres hat sich das Volumen der 29 Meinl-Fonds jedenfalls von 850 Mio. auf 517 Mio. Euro verringert.

Die Lage habe sich jetzt aber beruhigt, sodass der alte Stand bis 2009 wieder erreicht werden könne, sagte der Chef der Meinl Investment und „Chief Investment Officer“ der Meinl Bank, Wolfgang Matejka, Donnerstag Abend vor Journalisten in Wien. Bis Ende 2009 sei sogar die Milliarde in Reichweite.

Die Meinl Fonds (die für ihre Performance heuer schon mehrere Preise eingeheimst haben) sollen trotz der derzeitigen Image-Probleme nicht umbenannt werden. Drei neue Vermögensverwaltungsfonds, die im Sommer auf den Markt kommen, werden voraussichtlich aber nicht mehr „Meinl“ im Namen führen.

Die neuen Fonds (geplantes Anfangsvolumen rund 70 Mio. Euro) werden im Rahmen der Vermögensverwaltung der Meinl Bank eingesetzt und richten sich (bei einer Stückelung von 250.000 Euro) an Anleger „mit einem investitionsfähigen Vermögen von 500.00 bis eine Milliarde Euro“. Es handelt sich dabei um standardisierte Vermögensverwaltungsprodukte in drei Risikoklassen, die, so Matejka, erstmals auf Basis fixer Risikobänder nach einem Volatilitätsmodell gesteuert werden.

Die Volatilität an den Märkten geht übrigens, so Matejka, zurück. Ein Zeichen, dass die Finanzkrise dem Ende zu geht.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.05.2008)

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