CA Immo: Kernaktionär Bank Austria überlegt Ausstieg

Der Anteil von 16,8 Prozent könnte verkauft werden. Die Immofinanz zeigt Interesse.

CA Immo verkauft Roemischen Hof in Berlin
CA Immo verkauft Roemischen Hof in Berlin
CA Immo/Vivico Real Estate

Die Bank Austria, Kernaktionär der CA Immo, denkt über einen Ausstieg aus der börsenotierten Immobiliengesellschaft nach. Die CA Immo sei informiert worden, dass ihr maßgeblicher Aktionär, die UniCredit Bank Austria AG, ihren derzeitigen Anteil von 16,8 Prozent mit dem Ziel evaluiert, die Beteiligung in einem strukturierten Prozess zu verwerten, teilte die CA Immo am Montag in der Früh ad hoc mit.

Postwendend hat der österreichische börsennotierte Immobilienkonzern Immofinanz Interesse an einem Einstieg beim Konkurrenten bekundet. Das Unternehmen erwäge, den 16,8-prozentigen Anteil der UniCredit-Tochter Bank Austria zu übernehmen, sagte Immofinanz-Chef Eduard Zehetner am Montag der Nachrichtenagentur Reuters.

Immofinanz-Chef: "Gute Ergänzung"

"Was CA Immo hat, passt gut zu uns." Der Rivale sei in den gleichen Ländern und Geschäftsbereichen unterwegs und wäre eine gute Ergänzung des Immofinanz-Portfolios, erläuterte Zehetner. Immofinanz ist auf Zentral- und Osteuropa spezialisiert. Ob es bereits Verhandlungen gibt, wollte der Unternehmenschef nicht sagen. Es gebe Kontakt mit UniCredit, sagte er lediglich.

Die Bank Austria hat interessierte Parteien eingeladen, diesbezügliche Angebote zu stellen, hieß es in der Aussendung der Bank weiter. Der Vorstand werde diesen Prozess unterstützen. Fix ist der Verkauf noch nicht: Angesichts des frühen Prozessstadiums sei dessen Ausgang ungewiss und kann daher aktuell nicht vorhergesehen werden, wird betont.

Laut der Webseite der CA Immo befinden sich die restlichen Aktien im Streubesitz, 32 Prozent davon gehören institutionellen Investoren und 50 Prozent privaten Kleinanlegern.

(APA)

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