Technologie: Siemens trotzt der Imagekrise

Der deutsche Elektronik-Riese überrascht die Börse mit guten Quartalszahlen.

(c) EPA (Peter Kneffel)

München (Reuters). Der Elektrokonzern Siemens, der noch mit der Aufarbeitung der Korruptionsaffäre beschäftigt ist, stellt sich auf eine spürbare Konjunkturabkühlung ein. „Wir rechnen mit einer abflachenden Wachstumsdynamik auch im Auftragseingang“, sagte Konzernchef Peter Löscher am Mittwoch. Aber: „Die Wachstumsstory von Siemens bleibt intakt.“ Im kommenden Geschäftsjahr 2008/09 (Ende September) soll das operative Ergebnis 8 bis 8,5 Mrd. Euro erreichen, nach geschätzten 6,7 Mrd. Euro im laufenden Jahr.

In den ersten drei Geschäftsquartalen verbesserte sich das operative Ergebnis des Konzerns um acht Prozent auf 5,03 Mrd. Euro. Nach Steuern verdoppelte sich der Gewinn wegen Sondereffekten von 4,1 auf 8,3 Mrd. Euro. Der Umsatz legte bereinigt um acht Prozent auf 55,67 Mrd. Euro zu. Die von Löscher vorgegebene Zielmarge schaffte allerdings im dritten Quartal nur der Sektor Industrie mit 12,1 Prozent.

Nach zwei Jahren Käufersuche verkauft Siemens die defizitäre Kommunikationssparte SEN an den US-Finanzinvestor The Gores Group. Siemens übernimmt die SEN-Schulden und gibt auch noch eine Mitgift auf den Weg.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 31.07.2008)

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