AUA: Regierung gibt Privatisierungsauftrag

Die ÖIAG hat bis Ende 2008 Zeit, um Käufer für die 42,75 Prozent an der Airline zu finden. 25 Prozent plus eine Aktie sollen in österreichischer Hand bleiben.

AUA-Verkauf beschlossen
AUA-Verkauf beschlossen
AP (Stephan Trierenberg)

Der Ministerrat hat heute, Dienstag, wie erwartet die Beteiligungsholding ÖIAG mit dem Verkauf des Bundesanteils von 42,75 Prozent an der Austrian Airlines (AUA) beauftragt. Der Verkauf soll bis spätestens Ende 2008 erfolgen. Damit gibt die Regierung der ÖIAG mehr Zeit als bisher erwartet, um den Bundesanteil zu veräußern. Bisher hatte die Zielmarke Ende Oktober gelautet, einen Monat nach den Nationalratswahlen.

In der Vorwoche hatten sich die Koalitionspartner SPÖ und ÖVP auf den möglichen vollständigen Verkauf des ÖIAG-Pakets geeinigt. Zugleich soll aber eine Sperrminorität von 25 Prozent plus einer Aktie weiter in österreichischer Hand bleiben. Damit könnten wichtige Beschlüsse zum Nachteil des Standorts Österreich verhindert werden.