Minopolis ist gerettet

Die Kinderstadt bleibt geöffnet. Ein neuer Investor ist gefunden, das Unternehmen düfte langfristig weitergeführt werden können. Auch ohne Subvention der Stadt Wien.

Baustelle Minopolis, Cineplexx palace, Kinder, Arbeit Foto: Clemens Fabry
Baustelle Minopolis, Cineplexx palace, Kinder, Arbeit Foto: Clemens Fabry
(c) (Fabry Clemens)

Die Wiener Kinderstadt Minopolis hat das für morgen, Freitag, geplante Aus in letzter Minute abwenden können. "Die wegen der Wirtschaftskrise drohende Schließung ist aufgrund der derzeit laufenden positiven Gespräche der Soravia Group mit einem neuen Betreiber und dem Vermieter, der Cineplexx Kinobetriebe GmbH, abgewendet", teilte die Geschäftsführung des Themenparks am Donnerstag mit.

Langfristige Weiterführung möglich

Aus "derzeitiger Sicht" sei eine langfristige Weiterführung des Unternehmens an der Reichsbrücke möglich. Der Vertrag mit dem künftigen Partner sei kurz vor dem Abschluss. "Wie die Beteiligungsverhältnisse ausschauen werden, wird im Zuge des Vertragsabschlusses geklärt", so Geschäftsführer Tom Ofner. Wer der neue Betreiber bzw. Partner ist, wurde vorerst noch nicht bekanntgegeben. Laut Ofner hätten zehn der 94 Mitarbeiter aufgrund der Schwierigkeiten einen neuen Job gesucht und diesen auch gefunden. Das restliche Personal verbleibe im Unternehmen.

Kleine Stadt ohne Hilfe der großen Stadt

Noch zu Wochenbeginn schien das endgültige Aus besiegelt, nachdem der Wiener Wirtschaftsförderungsfonds bekanntgegeben hatte, dass eine finanzielle Unterstützung im Rahmen der bestehenden Förderinstrumente nicht möglich sei. Gleichzeitig sprach Ofner damals von noch laufenden Gesprächen mit privaten Investoren. Diese dürften nun vor einem positiven Abschluss stehen.

Aktionstag für Minopolis erfolgreich

Die Soravia-Gruppe hatte ab Mitte Dezember 2008 erwogen, das 6.000 Quadratmeter große Freizeitareal mit 25 Themenstationen Ende 2009 zuzusperren. Argumentiert wurde dies mit dem aktuellen wirtschaftlichen Umfeld und der schwieriger werdenden Sponsorensuche. Daraufhin wurden Gespräche mit der Stadt aufgenommen, um die drohende Schließung mittels Subventionen doch noch abzuwenden. Durch einen "Aktionstag" und Verweise auf zahlreiche Unterstützungsbekundungen via Internet hatte Minopolis wiederholt die Beliebtheit der Freizeiteinrichtung zu unterstreichen versucht - offenbar mit Erfolg.

 

(APA)

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