Wolford will wie Apple werden

Der Vorarlberger Strumpfhersteller Wolford schreibt nach zwei Verlustjahren wieder Gewinne.

(c) REUTERS (ARND WIEGMANN)

Wien/Bregenz. Der Vorarlberger Strumpfhersteller Wolford hat nach zwei Verlustjahren im Geschäftsjahr 2014/15 wieder schwarze Zahlen geschrieben. „Das Motto ist ,Back to Black‘“, sagte der Ende Juli scheidende Finanzvorstand Thomas Melzer am Freitag. Netto verbuchte Wolford einen Gewinn von knapp über einer Million Euro nach 2,8 Millionen Euro Verlust.

Von der verbesserten Ertragslage sollen auch die Aktionäre profitieren. Erstmals seit 2012 gib es wieder eine Dividende von 20 Cent. Das Geld dafür kommt aus dem Verkauf eines Grundstücks in Bregenz, was acht Mio. Euro brachte.
Der neue Chef seit Jänner, Ashish Sensarma, steckt Wolford die Latte hoch: „Wir wollen Produkte schaffen, die man so noch nie in der Welt gesehen hat. Wir könnten das neue Apple sein, nur eben für Strümpfe.“ Die Marke müsse globaler werden, das Sortiment weniger breit, die Produktzyklen kürzer. Der Fokus liege auf Beinbekleidung. Mehr Augenmerk will Sensarma auf Schaufensterdekoration und Werbung sowie das Online-Geschäft legen. In den nächsten Jahren sollen in Großstädten wie New York, Hongkong, Berlin, aber auch Wien Flagshipstores entstehen. (APA)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 18.07.2015)

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