Reichste EU-Regionen: Wien fällt weit hinter Bratislava zurück

Daten & Fakten Wien ist im Ranking der reichsten EU-Regionen auf Rang 17 abgerutscht. Das Burgenland liegt sogar unter dem Durchschnitt.

File photo of St. Stephen's cathedral seen in an aerial photo of Vienna
File photo of St. Stephen's cathedral seen in an aerial photo of Vienna
REUTERS

Wien ist unter den reichsten Regionen Europas im Jahr 2014 auf Rang 17 abgerutscht. Mit 158 Prozent des Pro-Kopf-BIP lag die Bundeshauptstadt nach Daten von Eurostat hinter Bratislava oder Prag. Spitzenreiter ist erneut die Londoner Innenstadt-West mit 539 Prozent. Berechnet wurden die Werte mit dem Kaufkraftstandard, einer Kunstwährung, die Unterschiede zwischen nationalen Preisniveaus berücksichtigt.

Wien ist einmal mehr im Ranking zurückgefallen: War die Bundeshauptstadt bis 2010 noch unter den zehn reichsten Regionen Europas, fiel sie 2011 auf Rang elf zurück, 2013 kam ein weiterer Abstieg auf Platz 12. Ärmste Region in Österreich ist übrigens das Burgenland, das als einzige heimische Region unter dem EU-Durchschnitt liegt.

 

Die Regionen mit dem niedrigsten Pro-Kopf-BIP waren übrigens Severozapaden in Bulgarien (30 Prozent), Mayotte in Frankreich (31 Prozent), Yuzhen tsentralen (32 Prozent) und Severen tsentralen (34 Prozent) in Bulgarien sowie der Nordosten Rumäniens (34 Prozent).

Insgesamt gab es 21 Regionen, in denen die Kaufkraft pro Kopf mehr als 50 Prozent über dem EU-Durchschnitt lagen. Fünf in Deutschland, jeweils drei in den Niederlanden und Großbritannien, zwei in Österreich und je eine in Belgien, Tschechien, Dänemark, Irland, Frankreich, Slowakei, Schweden sowie Luxemburg.

Kaufkraftstandard

Der Kaufkraftstandard ist eine Kunstwährungseinheit, die Unterschiede zwischen den Preisniveaus verschiedener Länder ausgleicht. Ein KKS erlaubt also die Anschaffung des gleichen Volumens von Gütern und Dienstleistungen in allen Ländern.

(APA/sk)

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