Westbahn will ab 2018 von Wien nach Innsbruck fahren

Die Schienen-Control hat einen Diskriminierungsantrag wegen der Trassenvergabe zurückgewiesen. Westbahn-Chef Erich Forster gibt nicht auf und will die nächste Instanz.

Die Presse (Clemens Fabry)

Die Regulierungsbehörde Schienen-Control hat einen Feststellungsantrag der Westbahn wegen Diskriminierung bei der Trassenvergabe für die geplante Verbindung Wien-Innsbruck zurückgewiesen, schreibt das "WirtschaftsBlatt". Westbahn-Chef Erich Forster hält an seinen Vorwürfen fest und will die nächste Instanz, das Bundesverwaltungsgericht (BVwG), anrufen. Westbahn-Chef Forster peilt nun eine Inbetriebnahme der Verbindung nach Innsbruck für 2018 an. "Zu diesem Zeitpunkt werden wir dann auch unsere zehn bestellten neuen Züge haben", sagte er der Zeitung.

Um die Verbindung Wien–Innsbruck konkurrenzfähig mit einer Zeit von rund vier Stunden betrieben zu können, brauche man eine entsprechende Trasse. Und da habe sich die ÖBB bei Abstimmungen mit Pendlerzügen wenig kooperativ gezeigt. Zudem habe man der Westbahn seitens der ÖBB Infrastruktur AG zum Zeitpunkt der Trassenvergabe fälschlicherweise gesagt, dass der Nahverkehrsbetrieb seitens des Landes bereits bestellt gewesen sei, was aber nicht gestimmt habe. Forster gegenüber dem "WirtschaftsBlatt":"Da aber bei Trassenvergaben der Nahverkehr gegenüber dem Fernverkehr Vorrang hat, haben wir damals unseren Antrag wieder zurückgezogen". 

Lukrative Bahnverbindung

Die Westbahn streitet schon seit längerem mit der staatlichen ÖBB um die lukrative Bahnverbindung zwischen Wien und Innsbruck beziehungsweise Salzburg und Innsbruck. Die Westbahn wollte schon Mitte 2016 in die Tiroler Hauptstadt fahren. Wegen Problemen bei der nötigen Trassenbewilligung hat sie im November 2015 einen Feststellungsantrag bei der Schienen-Control eingebracht, dass sie diskriminiert worden sei.

>>> Bericht auf "Wirtschaftsblatt.at"

(APA/Red.)

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