Andreas Matthä wird interimistisch ÖBB-Chef

Das Aufsichtsrats-Präsidium sprach sich für den Infrastruktur-Vorstand aus. Am 4. Juli könnte Matthä fix zum neuen Kern-Nachfolger werden.

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Matthä nach Kern – APA/ERWIN SCHERIAU

Nach dem Abschied von Christian Kern haben die ÖBB einen neuen, interimistischen Chef: Infrastrukturvorstand Andreas Matthä wird die Bundesbahnen vorübergehend leiten. Da sich schon das Präsidium des Aufsichtsrat für Matthä ausgesprochen hat, dürfte sich am Dienstag auch der gesamte Aufsichtsrat dafür entscheiden.

Matthä wird mit Finanzvorstand Josef Halbmayr einen Zweiervorstand bilden. Bis zum 4. Juli jedenfalls. An diesem Tag soll die endgültige Nachfolge von Kern fixiert werden. Eine entsprechende Ausschreibung dazu wurde bereits am vergangenen Wochenende veröffentlicht.

Noch ist natürlich alles offen, und es werden auch zahlreiche Bewerbungen erwartet – aber intern werden dem 53-jährigen Matthä gute Chancen eingeräumt, den Job des ÖBB-Chefs auch fix zu bekommen. Jedenfalls hat sich Eisenbahnergewerkschafter Roman Hebenstreit bereits dafür ausgesprochen, „im Interesse der Belegschaft“ eine hausinterne Lösung zu finden. Andreas Matthä soll bestes Einvernehmen mit der Gewerkschaft genießen.

Er ist seit 34 Jahren bei den ÖBB. Zwischendurch machte er berufsbegleitend den Magister in Unternehmensführung an der Fachhochschule Wien. Im Jahr 2008 wurde er Vorstand der ÖBB Infrastrukturbau. Die ÖBB-Tochtergesellschaft zählt 17.000 Mitarbeiter und zeichnet für jährliche Investitionen in Höhe von rund 2,5 Mrd. Euro verantwortlich. (red.)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 25.05.2016)

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