Westbahn-Superpreis günstiger als ÖBB-Sparschiene

Kampfansage an die ÖBB: Die private Westbahn bietet die Zugfahrt von Wien nach Linz um nur acht Euro an.

APA/HERBERT NEUBAUER

Die mehrheitlich private Westbahn lockt Kunden mit einem neuen Billig-Tarif. Online kann beispielsweise eine Fahrkarte für die Strecke Wien-Linz, die zum Normalpreis 19,60 Euro kostet, um 8 Euro oder für die Strecke Wien-Salzburg (Normalpreis 26,50 Euro) um 18 Euro gekauft werden. Es handelt sich bei den "Westsuperpreisen" wie bei den ÖBB-Sparschiene-Tickets um zuggebundene Tickets. Bei der Westbahn kann das Ticket bis zu Beginn der Fahrt storniert werden.

Es ist auch möglich, das Billig-Ticket für einen anderen Westbahnzug am selben Tag zu verwenden. Dann ist die Differenz zum Normalpreis im Zug aufzuzahlen, teilte die Westbahn am Montag in einer Aussendung mit.

Zum Vergleich: Bei den ÖBB kostet die Zufahrt von Wien nach Linz mit Vorteilscard 17,70 Euro (ohne Ermäßigung 35,30 Euro). Sparschienen-Tickets sind ab neun Euro erhältlich.

ÖBB passen Fernbusangebot an

Die Fernbusschiene der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) namens "Hellö" ist nun seit 6 Monaten unterwegs. Ab 1. Februar kommt es auf Basis der bisherigen Nachfrage zu einigen Änderungen, hieß es am Montag in einer Aussendung. Einerseits kommt es auf einigen Strecken zu kürzeren Fahrzeiten durch die Streichung von Stopps, aber auch neue Halts kommen teilweise dazu.

Die Fahrzeit von Wien nach Berlin (und umgekehrt) sinkt um eine Stunde, sagte ein ÖBB-Sprecher auf Nachfrage. Grund ist, dass der Halt in Brünn (Brno) in Tschechien gestrichen wird. Dazu kommt der Halt Berlin-Südkreuz. Gefahren wird vier Mal täglich. Von Wien nach München wird schon seit 1. Jänner drei Mal täglich gefahren. Auch die Fahrt Wien-Frankfurt/Main geht künftig um 40 Minuten schneller. Hier wird auf den Stopp in Regensburg in Bayern verzichtet.

Neu dazu kommt auf der Fahrt von Innsbruck nach München die "Endstation" Flughafen München. Die Verbindung von der Tiroler in die bayerische Hauptstadt gibt es sieben Mal täglich.

In Graz wird die Haltestelle geändert. Wenn man von Wien nach Venedig oder Zagreb fährt, stoppt der Bus nicht mehr am Hauptbahnhof der steirischen Hauptstadt sondern bei deren Flughafen.

Bisher wurden 100.000 "Hellö"-Tickets abgesetzt, hieß es am Montag. Nach zweieinhalb Monaten waren es 60.000 Fahrscheine gewesen.

(APA)

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