Globale Märkte: Chinas Regierungschef setzt auf Deutschland

Ministerpräsident Li Keqiang bezeichnet sein Land als "entschlossenen Unterstützer" der europäischen Integration. Aber es gibt auch Beschwerden über Markthürden in China.

China's Premier Li Keqiang speaks during the opening ceremony of the 9th Global Conference on Health Promotion in Shanghai
China's Premier Li Keqiang speaks during the opening ceremony of the 9th Global Conference on Health Promotion in Shanghai
China's Premier Li Keqiang – REUTERS

China betrachtet Deutschland als wichtigen Garanten für Stabilität an den internationalen Finanzmärkten. Das habe Ministerpräsident Li Keqiang in einem Telefonat mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel unterstrichen, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am späten Mittwochabend.

Demnach verwies der chinesische Regierungschef auf eine Reihe von Unsicherheitsfaktoren für die politischen und wirtschaftlichen Aussichten in der Welt. "China und Deutschland sollten Signale der Stabilität an die globalen Märkte aussenden und gemeinsam das internationale System durch eine Liberalisierung von Handel und Investitionen sichern", wurde Li zitiert. Zugleich bezeichnete er demnach China als "entschlossenen Unterstützer" der europäischen Integration.

Der neue US-Präsident Donald Trump sorgt mit protektionistischen Tönen für Verunsicherung bei wichtigen Handelspartnern und an den Börsen. Zuletzt hatte der chinesische Präsident Xi Jinping auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos für die Globalisierung geworben und Bereitschaft signalisiert, dass sein Land künftig eine globale Führungsrolle einzunehmen werde. Allerdings beschwerten sich zuletzt deutsche Firmen über zunehmende Marktbarrieren in China.

(APA/Reuters)

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