Eiseskälte verdreifacht Strompreise

Kaputte AKW und Minusgrade haben die Strompreise in der EU verdreifacht. Die Gefahr von Blackouts steigt. Die Versorgungssicherheit bleibe bei der Energiewende auf der Strecke, warnen Ökonomen.

Die Eiseskält sorgt nicht nur für gefrorene Gewässer, sondern auch für höhere Strompreise.THEMENBILD: WETTER / WINTER / K�LTE / EISLAUFEN
Die Eiseskält sorgt nicht nur für gefrorene Gewässer, sondern auch für höhere Strompreise.THEMENBILD: WETTER / WINTER / K�LTE / EISLAUFEN
Die Eiseskält sorgt nicht nur für gefrorene Gewässer, sondern auch für höhere Strompreise – (c) APA/BARBARA GINDL (BARBARA GINDL)

Wien. Die anhaltenden Minusgrade in Europa und der unvorhergesehene Ausfall mehrerer französischer Atomkraftwerke lassen die Strompreise durch die Decke gehen. Der Preis für eine Megawattstunde Strom verdreifachte sich in den vergangenen Tagen von 28 Euro auf weit über 90 Euro. Ein Ende des plötzlichen Preisanstiegs ist nicht in Sicht: Meteorologen prophezeien dem Kontinent noch etliche kalte Wochen und Frankreichs marode Atommeiler dürften wegen fehlendem Kühlwasser und Sicherheitsproblemen bei Bauteilen noch eine Weile abgeschaltet bleiben. Das bleibt nicht ohne Folgen. Vor allem in Frankreich, wo viele Einwohner ihre Wohnungen mit Elektroheizungen wärmen, steht das Netz knapp vor der Belastungsgrenze. Der staatliche Stromriese EdF rief die Franzosen bereits zum Energiesparen auf, um einen Blackout zu verhindern.

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