Neue Chancen für Pharmakonzerne in China

Für Pharmakonzerne tun sich neue Geschäftschancen in China auf: Auf dem weltweit zweitgrößten Medikamentenmarkt fallen künftig deutlich mehr Arzneien unter die staatliche Kostenerstattung als bislang.

APA/dpa/Daniel Reinhardt

Eine neue Liste von Arzneien unter die staatliche Kostenerstattung wurde am Donnerstag vom chinesichen Ministerium für soziale Sicherheit veröffentlicht. Sie umfasst insgesamt 2535 Mittel, 339 mehr als bislang. Die Zahl der Medikamente westlicher Herkunft stieg um 133 auf 1297. Es ist die erste Aktualisierung seit acht Jahren.

Die Liste legt fest, für welche Arzneien die staatlichen Krankenversicherungen die Kosten teilweise erstatten. Erst dadurch werden viele Mittel für den Massenmarkt erschwinglich. Für die Pharmafirmen bedeutet dies einen Nachfrageschub bei dem betreffendem Medikament. Zugleich sind sie aber gezwungen, den Preis dafür zu senken, was auf die Gewinnmarge drückt, wie Analysten zu bedenken geben.

Auf der aktuellen Liste findet sich etwa ein Hepatitis-B-Wirkstoff, der in Präparaten von Glaxosmithkline und Astrazeneca vorkommt. Auch ein Bluter-Medikament des britischen Shire-Konzerns wurde aufgenommen.

Im vergangenen Jahr hatte sich das Umsatzwachstum der meisten ausländischen Pharmakonzerne in China abgeschwächt. Mitunter gab es sogar Einbußen.

(Reuters)

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