Finanzinvestoren für 2017 vorsichtig optimistisch

Finanzinvestoren haben 2016 weniger Geld in deutsche Firmen gesteckt. Die Branche bleibt zuversichtlich.

AFP (HERIKA MARTINEZ)

Finanzinvestoren haben 2016 weniger Geld in deutsche Firmen gesteckt. Sie investierten 5,7 Milliarden Euro Eigenkapital in rund 1000 vor allem mittelständische Unternehmen und damit 14 Prozent weniger als 2015, wie der Branchenverband BVK am Montag mitteilte. Solche Schwankungen seien in der Branche nicht unüblich, sagte der Sprecher des Vorstands des Bundesverbandes Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK), Joachim von Ribbentrop. "Wir sind weiter in einem sehr stabilen Markt unterwegs." Gründungs- und Wachstumsfinanzierungen (Venture Capital) stiegen im vergangenen Jahr auf 934 (2015: 837) Millionen Euro, das war der höchste Stand seit 2008.

Für 2017 seien die Beteiligungsgesellschaften "vorsichtig optimistisch", sagte von Ribbentrop. Rund jeder zweite gehe davon aus, seine Investitionen auszubauen. Diese dürften in diesem Jahr mindestens auf dem Niveau von 216 bleiben. Auch die Bewertungen von Unternehmen - und damit die Preise für einen Einstieg - dürften sich stabil entwickeln.

Der größte Deal von Private-Equity-Firmen war 2016 die Übernahme des Immobilienunternehmens OfficeFirst mit dem Büro- und Geschäftskomplex "The Squaire" am Frankfurter Flughafen durch den US-Investor Blackstone für 3,3 Milliarden Euro.

Protektionistische Töne von US-Präsident Donald Trump, die bei zahlreichen Firmen für Verunsicherung sorgen, lassen die Beteiligungsbranche kalt. "Wir sehen momentan keine Auswirkungen auf mittelständische Unternehmen", betonte von Ribbentrop. Auch fürchtet der Verband keine wachsende Konkurrenz von Investoren aus China.

(Reuters)

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