Chinas knausrige Superreiche

Die Volksrepublik zählt inzwischen weltweit die meisten Millionäre und Milliardäre. Dennoch sind Spenden für wohltätige Zwecke im Reich der Mitte nach wie vor eine Ausnahme.

Bei sich selbst und der eigenen Sippe sind Chinesen sehr großzügig. Bei Spenden für Fremde allerdings nicht.
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Bei sich selbst und der eigenen Sippe sind Chinesen sehr großzügig. Bei Spenden für Fremde allerdings nicht.
Bei sich selbst und der eigenen Sippe sind Chinesen sehr großzügig. Bei Spenden für Fremde allerdings nicht. – (c) REUTERS (Carlos Barria)

Yang Cong überreicht jedem Gast einzeln einen Teller mit frischen Austern. „Aus Nordfrankreich“, sagt er. Und auch beim Hummer, dem Kobe-Rind und der Seegurke lässt er es sich als Gastgeber nicht nehmen, die Anwesenden am Tisch persönlich zu bewirten. Der Kellner, der etwas verlegen neben ihm steht, soll bloß die benutzten Teller abräumen. „Ich will ihm ja nicht ganz seinen Job nehmen“, sagt Yang Cong und lacht. Seinen Freunden gegenüber zeige man sich in China eben gern großzügig, erläutert er – vor allem beim Essen.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 16.04.2017)

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