Außenhandel der Euro-Zone boomt - Mehr Geschäfte mit Russland

Trotz Sanktionen legte der Handel mit Russland zu. Vor allem die Importe aus Russland in die EU stiegen. US-Präsident Trump will indes die Importe in die USA reduzieren und droht mit Zöllen.

Schließen
APA/AFP/ROSLAN RAHMAN

Der Außenhandel der Euro-Zone hat im Mai spürbar zugelegt. Die Exporte der 19 Mitgliedsstaaten in Länder außerhalb des Währungsraums kletterten binnen Jahresfrist um 12,9 Prozent auf 189,6 Milliarden Euro, wie das Statistikamt Eurostat am Freitag erklärte. Da die Importe mit 16,4 Prozent auf 168,1 Milliarden Euro schneller stiegen, lag der Handelsüberschuss bei 21,4 Milliarden Euro und damit unter dem Niveau von Mai 2016. Sowohl die Ein- als auch die Ausfuhren erreichten nach den jüngsten Rekorden vom März den jeweils zweithöchsten Stand überhaupt. Dies signalisiert, dass die anziehende Konjunktur für Impulse beim Welthandel sorgt.

EU-weit legte vor allem der Handel mit Russland zu. Trotz der Sanktionen wegen des Ukraine-Konflikts kletterten seit Jahresanfang die Exporte dorthin um 24,6 Prozent. Die Importe aus Russland in die EU stiegen sogar um 37,6 Prozent.

Die Entwicklung der Handelsüberschüsse ist seit der Amtsübernahme von US-Präsident Donald Trump stärker in den Fokus geraten. Dieser sieht sein Land - das deutlich mehr importiert als exportiert - benachteiligt und droht mit Zöllen. Im Visier hat Trump vor allem Deutschland, das im Mai allein auf einen Handelsüberschuss von 14,7 Milliarden Euro kam.

 

(APA)

Die Presse - Testabo

Testen Sie jetzt „Die Presse“ und „Die Presse am Sonntag“ sowie das „Presse“-ePaper und sämtliche digitale premium‑Inhalte 3 Wochen kostenlos und unverbindlich.

Jetzt 3 Wochen testen
Meistgelesen
    Meistgekauft
      Kommentar zu Artikel:

      Außenhandel der Euro-Zone boomt - Mehr Geschäfte mit Russland

      Schließen

      Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
      Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.