Technologiehausse treibt die Märkte weiter an

Ausgerechnet die wachsende Zahl an Marktskeptikern wird als Begründung für weitere Kursanstiege gesehen. Besonders gute Chancen werden Internetwerten eingeräumt. Darauf lässt sich mit Fonds oder Zertifikaten setzen.

(c) REUTERS

Wien. Die Nervosität auf den Märkten ist deutlich sichtbar. Schließlich dauert die aktuelle Markthausse schon eine ganze Weile an. Und so wird jede kleinste Meldung von vielen Anlegern als willkommener Anlass gesehen, Gewinne mitzunehmen. Doch der jeweils nächste Schub nach oben lässt ebenso wenig auf sich warten. Ein Umstand, der nicht alle Marktexperten in Erstaunen versetzt.

Einer, der kein Ende der Fahnenstange sieht, ist Alexander Farman-Farmaian, Portfoliomanager des US Select Growth Fund (LU0073868852) von Edgewood L Select. Es sei gerade die Zurückhaltung vieler Anleger, die darauf deute, dass es noch eine Menge Liquidität zu veranlagen gebe. Erst wenn eine totale Euphorie auf den Märkten ausbrechen sollte, dann würde der Portfoliomanager vorsichtig werden: „Das war schon immer ein gutes Indiz, dass eine Korrektur anstehen könnte.“

Trotz des Optimismus geht der Edgewood-Experte bei seiner Veranlagung selektiv vor. Fündig wird er im diskretionären Konsum- und im Gesundheitssektor. Besonders gute Chancen werden Internetaktien eingeräumt. Von der kräftigen Hausse, die dieser Bereich bislang zurückgelegt hat, dürfe man sich nicht beirren lassen.

 

Rasches Wachstum

„Gerade die großen Konzerne wie Alphabet, Facebook oder Amazon, das oft auch als Konsumwert gehandelt wird, wachsen trotz ihrer Größe noch immer rasch weiter.“ Schließlich biete das Internet Raum für Innovationen und für Kostensenkungen. „Dadurch bilden die Unternehmen natürliche Monopole, die erfolgreich geführt werden.“ Potenzielle Mitwerber hätten nämlich kaum Chancen auf einen erfolgreichen Markteintritt.

Und da die meisten dieser Werte in den USA notieren, räumt der langjährige Marktexperte vor allem den US-Märkten weiterhin gute Chancen ein. Solange eben die Euphorie nicht zu groß werde.

Abseits aktiv gemanagter Fonds gibt es andere Möglichkeiten, auf das aktuelle Marktumfeld zu setzen, etwa mit einem Capped-Bonus-Zertifikat auf den S&P 500. Diese Wertpapiere eignen sich für Anleger, die nur mit leichten weiteren Kursanstiegen rechnen. Zu Laufzeitende bekommt man sein Geld zurück plus eine nach oben begrenzte Bonuszahlung.

Doch gibt es einen Haken: Fällt der Markt recht heftig und berührt– oder unterschreitet – jemals die eingezogene Barriere, verliert man die automatische Bonuszahlung. Dann richtet sich der Kursverlauf des Zertifikats eins zu eins nach dem Verlauf des S&P 500, nach oben hin aber nur bis zum eingezogenen Cap. Wobei, je näher der aktuelle Indexstand an der Barriere ist, desto größer ist das Risiko, dass sie berührt wird. Dafür ist das Zertifikat umso günstiger zu haben.

So bietet die BNP Paribas ein Capped-Bonus-Zertifikat (DE000 PR38N37) auf den S&P 500 an, mit einer Bonusschwelle (Cap) bei 3200 Punkten, und einer Barriere von 1600Punkten. Der Bewertungstag ist am 21. Dezember 2018. Etwas riskanter ist folgendes Produkt (DE000VL2EJ27) der Vontobel Bank. Hier liegt die Bonusschwelle (Cap) bei 3100 Punkten, die Barriere bei 2000 Punkten. Die Bewertung erfolgt am 16. März 2018.

 

Zertifikat auf Fang-Index

Anleger, die sich auf die dominanten Internetwerte konzentrieren wollen, könnten das Fang-Partizipationszertifikat der Deutsche Bank (DE000DL2FAN9) näher betrachten. Der zugrunde liegende Index, der Fang-Index, setzt sich aus Facebook, Amazon, Netflix und Alphabet (ehemals Google) zusammen. Das Zertifikat stellt die Entwicklung eins zu eins nach – nach oben und nach unten.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 24.07.2017)

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