Wo es die meisten Neubauwohnungen unter 300.000 Euro gibt

Grafik 81 Prozent der Österreicher finden, dass man sich als Normalsterblicher den Kauf eines Eigenheimes praktisch nicht mehr leisten kann. Wie teuer sind Eigentumswohnungen tatsächlich?

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Preise von Neubauwohnungen in den Bundesländern sind breit gefächert. – (c) Clemens Fabry

Die Nachfrage nach Immobilien ist nach wie vor stark und treibt die Preise nach oben. Die meisten neu errichteten Eigentumswohnungen, die unter 300.000 Euro kosteten, hat es heuer im ersten Halbjahr im Burgenland und in der Steiermark gegeben. In Wien, Salzburg und Tirol wurden die meisten hochpreisigeren Domizile angeboten, wie das Internetportal ImmobilienScout24 erhob.

Im Burgenland waren 51 Prozent der Wohnungen um einen Preis zwischen 100.000 und 300.000 Euro zu haben. Mehr als 500.000 Euro kosteten dort nur zwei Prozent der angebotenen Bleiben. In Wien und in Tirol hingegen wurde fast ein Drittel aller neuen Wohnungen im Eigentum um mehr als eine halbe Million Euro offeriert. Auch in der Steiermark waren für das Gros der Wohnungen zwischen 100.000 und 300.000 Euro zu bezahlen.

Relativ viele Eigentumswohnungen in der Preislage 100.000 bis 300.000 Euro, die sich Normalverdiener ohne größere Erbschaft im Laufe ihres Lebens noch am ehesten leisten können, standen heuer auch in Oberösterreich und Niederösterreich sowie in Kärnten zur Auswahl. In dieser Preisliga deutlich weniger zu holen war in Salzburg, Wien, Tirol und Vorarlberg.

In Salzburg wurden für fast die Hälfte der angebotenen Wohnungen zwischen 300.000 und 500.000 Euro verlangt, weitere 14 Prozent kosteten bis zu 700.000 Euro und weitere sieben Prozent noch mehr. Die Situation in Wien war ähnlich wie in Salzburg, nur dass in der Bundeshauptstadt der Anteil der Luxusdomizile, die um mehr als 700.000 Euro auf den Markt kamen, mit 19 Prozent fast dreimal so hoch war. Den größten Anteil in diesem Segment wies aber Tirol mit 21 Prozent aus.

Bei den gebrauchten Eigentumswohnungen sind die hochpreisigen Objekte dann schon dünner gesät: Aber immerhin noch 18 Prozent der gebrauchten Objekte liegen Wien bei mehr als einer halber Million Euro, in Tirol sind es 16 Prozent, in Salzburg 11 Prozent. Fast alle gebrauchten Wohnungen (97 Prozent) im Burgenland sind unter 300.000 Euro zu haben, in der Steiermark sind es immerhin noch 87 Prozent, in Kärnten 83 Prozent.

Erhebung

Für die vorliegende Erhebung wurden die Angebotspreise des ersten Halbjahres 2017 auf immobilienscout24.at, immobilien.net und immodirekt.at verglichen. Die tatsächlich erzielten Verkaufspreise können davon abweichen.

 

(APA/red.)

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