Großinsolvenz eines Elektrohändlers

Elektrohändler Haas aus Gerasdorf ist zahlungsunfähig. Die Passiva belaufen sich auf mehr als 30 Millionen Euro. 160 Gläubiger und 170 Dienstnehmer sind von der Pleite betroffen.

APA/dpa/Peter Kneffel

In Niedeösterreich gibt es eine Großinsolvenz: Wie Gläubigerschutzverbände AKV, Creditreform und KSV1870 berichten, wurde am Landesgericht Korneuburg über das Vermögen der Haas Elektro GmbH, Gerasdorf, ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet. Betroffen sind rund 160 Gläubiger und 170 Dienstnehmer.

Die Passiva werden laut vorgelegtem Status zu fiktiven Liquidationswerten mit rund 36,6 Millionen Euro beziffert. Allein die Lieferantenverbindlichkeiten betragen rund 7,5 Millionen Euro. Die Aktiva betragen rund 2,6 Millionen Euro.

Als Insolvenzursache werden restriktivere Finanzierungsrahmenbedingungen sowie ein rückläufiges Umsatzniveau genannt. Das 1968 gegründete Unternehmen - es gehört den drei Geschäftsführern und hat 2015 rund 60 Millionen Euro umgesetzt - soll fortgeführt werden. Restrukturierungsmaßnahmen seien bereits eingeleitet worden mit einer stärkeren Positionierung als Küchenanbieter und einer Einschränkung der Produktpalette in der Unterhaltungselektronik. Auch wurde die Verkaufsfläche in der Shopping City Süd erheblich reduziert. Die Sanierung soll mit Hilfe eines Investors erfolgen. Zum Masseverwalter ist Rechtsanwalt Matthias Schmidt aus Wien bestellt.

 

 

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