Wer den Smart Meter will, soll nicht warten

Wirtschaftsminister schafft Opt-in-Recht für Kunden.

Wien. Die intelligenten Stromzähler (Smart Meter) kommen nicht so schnell, wie ursprünglich vorgesehen. Wie berichtet, senkt das Wirtschaftsministerium seine ehrgeizigen Ziele auf den von Brüssel vorgegebenen Mindeststandard, wonach 2020 erst 80Prozent und 2022 weitere 15Prozent der Haushalte versorgt sein müssen. Für jene, die den neuen Zähler wirklich haben wollen, soll es in Zukunft aber schneller gehen.

Die Verordnung, die heute in Begutachtung geschickt wird, sieht erstmals ein sogenanntes Opt-in-Recht vor. Jeder Konsument soll demnach unabhängig von den Plänen der Energieversorger einen Smart Meter beantragen und binnen sechs Monaten auch geliefert bekommen. „Damit wird dem Kunden das digitale Werkzeug in die Hand gelegt, um aktiv Strom zu sparen“, sagt Wirtschaftsminister Harald Mahrer (ÖVP).

Wer daran kein Interesse hat, kann weiterhin die Opt-out-Klausel nutzen. Zuletzt war unklar, was passiert, wenn so viele Österreicher den neuen Zähler ablehnen, dass die EU-Quote nicht erfüllt wird. Auch hier gibt es eine Lösung: Jeder Haushalt bekommt einen Smart Meter eingebaut. Für Verweigerer werden bestimmte Softwarefunktionen deaktiviert. Gezählt wird das Gerät dennoch. (auer)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 24.11.2017)

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