Niki-Verkauf: Hofer verlängert Betriebsgenehmigung

Der Verkehrsminister verlängert die Frist um drei Monate. Es geht um Zeit für die Übernahme, damit die Slots bestehen bleiben. Indes formiert sich Widerstand gegen den Verkauf an IAG.

Infrastrukturminister Norbert Hofer (FPÖ)
Infrastrukturminister Norbert Hofer (FPÖ)
Infrastrukturminister Norbert Hofer (FPÖ) – APA/HERBERT PFARRHOFER

Das Verkehrsministerium von Norbert Hofer (FPÖ) hat die Betriebsgenehmigung - die morgen, Mittwoch ausgelaufen wäre - um drei Monate verlängert. Das sagte ein Sprecher am frühen Abend. Es geht um Zeit für die Übernahme, damit die Slots bestehen bleiben.

Indes berichtete der "Kurier" online darüber, dass sich auch in Österreich Widerstand gegen die Niki-Übernahme durch die IAG-Tochter Vueling formiert. Demnach gibt es also nicht nur Kritik von Teilen der deutschen Politik, daran, dass große Teile von Niki - aus Kritikersicht günstig - an den britisch-spanischen Luftfahrtkonzern IAG bzw. dessen Billig-Tochter Vueling gehen sollen und nicht an die AUA-Mutter Lufthansa.

So brachte die österreichische Firma für Fluggastrechte Fairplane einen Insolvenzantrag gegen Niki vor dem Landesgericht Korneuburg ein, so der "Kurier". Ein Konkursverfahren in Österreich erleichtere die Durchsetzung der Ansprüche von Tausenden geschädigten Passagieren und gewährleiste ein Verfahren abseits der Interessen der Muttergesellschaft Air Berlin in Deutschland, argumentiert Fairplane.

Das Gericht hat noch nicht entschieden.

Erst am Freitag war bekannt geworden, dass der zu IAG (International Airlines Group) gehörende spanische Billigflieger Vueling für 20 Millionen Euro große Teile des Niki-Geschäftsbetriebes übernehmen will. Zudem erklärte sich IAG bereit, der Fluglinie für die Zeit bis zur Übernahme mit Finanzmitteln von bis zu 16,5 Millionen Euro unter die Arme zu greifen. Damit sollen laufende Betriebskosten gedeckt werden. Ein Verkauf wird bis Ende Februar angestrebt, hieß es.

Niki-Betriebsratschef Stefan Tankovits begrüßte die "unter den Umständen beste Lösung", denn: "Jetzt haben wir die Information, dass es für 750 Mitarbeiter von 1000 auf jeden Fall weitergeht."

>>> Bericht im "Kurier"

(APA/Red.)

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