Nike, Adidas und Zara betroffen: Türkei bringt Baumwollzölle als Vergeltung für US-Zölle ins Spiel

Die Türkei importiert Baumwolle aus den USA im Wert von einer halben Milliarde Dollar. Die Textilindustrie beliefert wiederum Markenhersteller in den USA und Europa.

Präsident Recep Tayyip Erdogan.
Präsident Recep Tayyip Erdogan.
APA/AFP/ADEM ALTAN

Die türkische Regierung erwägt als Reaktion auf die geplanten US-Zölle bei Stahl und Aluminium Aufschläge bei US-Baumwollimporten. "Angefangen mit der Türkei bereiten sich die von den US-Steuern betroffenen Staaten auf eine Antwort an die USA bei alternativen Gütern vor", sagte Cemil Ertem, ein prominenter Berater von Präsident Recep Tayyip Erdogan, am Dienstag der Zeitung "Milliyet".

Im Falle der Türkei könne dies über die Baumwolle laufen. Zur Höhe der erwogenen Zölle machte Ertem keine Angaben.

Die Türkei ist der achtgrößte Stahlhersteller der Welt und der sechstgrößte Exporteur an die USA. Einem Branchenverband zufolge könnte das Land allerdings auch bei einer Einführung der von US-Präsident Donald Trump geplanten Zölle wegen der geringeren Kosten wettbewerbsfähig bleiben. Die Türkei importierte nach Angaben des Statistikamts 2016 Baumwolle aus den USA im Wert von 519 Mio. Dollar (422 Mio. Euro), was 42 Prozent der Gesamtimporte ausmachte. Die Textilindustrie des Lands beliefert Weltmarken wie Adidas, Zara und Nike.

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