China verhängt Strafzoll gegen US-Hirse

Im Handelsstreit mit den USA hat China vorübergehende Straf-Zölle auf amerikanisches Getreide verhängt, zugleich aber Gesprächsbereitschaft signalisiert.

Das Handelsministerium in Peking teilte am Dienstag mit, bestimmte US-Firmen müssten ab Mittwoch bei ihren Hirse-Einfuhren nach China vorerst einen Aufschlag von bis zu knapp 180 Prozent zahlen. Eine Prüfung habe ergeben, dass Chinas Agrarindustrie durch die zu Dumping-Preisen ins Land kommenden US-Einfuhren substanziell geschädigt werde. China sei aber bereit, seine Kooperation im Handelsstreit mit den USA auszuweiten.

Die Strafzölle seien eine vorläufige Maßnahme, erklärte das Ministerium. Eine endgültige Entscheidung werde später getroffen. Die Sonderzölle seien eine Art "Hinterlegung", die die Firmen zu leisten hätten. Die Strafen sind deutlich höher als von Experten erwartet.

Der Handelsstreit zwischen beiden Ländern schaukelt sich damit weiter hoch. US-Präsident Donald Trump hatte Ende März Sonderzölle für zahlreiche Produkte aus China auf den Weg gebracht und dies mit unfairen Handelspraktiken Pekings begründet. China hatte deshalb eigene Strafzölle auf US-Produkte angekündigt. Trump hatte daraufhin nachgelegt und zusätzliche Zölle für chinesische Einfuhren in die USA angekündigt. Er wirft China Dumping-Preise und andere unfaire Handelspraktiken sowie den Diebstahl geistigen Eigentums vor. China hat den USA mangelnden Einigungswillen in der Sache vorgeworfen.

Strafzölle für US-Schweinefleisch drücken weltweit Preise

(Reuters)

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