Die Palmölkrise und ihre Profiteure

Seit Palmöl im Verdacht steht, krebserregend zu sein, verschwindet es aus Supermärkten. Lebensmittelhersteller fühlen sich ins Eck gedrängt. Von der Angst der Kunden profitieren andere.

Archivbild: Eine Palmölplantage in Malaysia
Archivbild: Eine Palmölplantage in Malaysia
Archivbild: Eine Palmölplantage in Malaysia – REUTERS

Zuerst war nur der Orang-Utan betroffen. Umweltschützer begannen vor Jahren, gegen die kilometerweiten Palmölplantagen in Indonesien und Malaysia zu demonstrieren, die seinen Lebensraum bedrohen. Heute bangen die Konsumenten eher um sich als um den Affen. Besonders seit im Herbst über Nacht Produkte von Erdbeerschokolade bis Margarine aus den Regalen der großen Ketten Spar und Rewe (Billa, Merkur, Adeg) verschwanden. Greenpeace hatte Alarm geschlagen: Tests würden hohe Konzentrationen von gefährlichen, wahrscheinlich krebserregenden Schadstoffen in den palmölhaltigen Produkten zeigen. Kinder würden nach zwei Stückchen der Erdbeerschokolade zu viel davon zu sich nehmen. Wenig später standen die Artikel aber wieder im Regal.

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