Arbeitsmarkt: Neue Jobs fast ausschließlich Vollzeitstellen

In Österreich waren im ersten Quartal um über 72.000 Personen mehr beschäftigt als vor einem Jahr. Der Löwenanteil geht auf das Konto von Jobs mit Vollzeitschaftigung.

VW - Schichtwechsel
VW - Schichtwechsel
Mehr neue Jobs in Vollzeit – dpa/dpaweb

2017 lag Anstieg der Zahl der unselbstständig Beschäftigten im heimischen Arbeitsmarkt bei insgesamt 49.700 Personen. Dieses Plus resultierte aus 26.400 Unselbstständigen mehr in Vollzeit und einem Zuwachs bei Teilzeitjobs von 23.300. Die Aufteilung auf die beiden Beschäftigungsarten war somit fast ausgeglichen. Ein sehr verändertes Bild zeigt der Arbeitsmarkt für das erste Quartal dieses Jahres, in dem sich die Erholung am Arbeitsmarkt  weiter fortgesetzt hat. Die Zahl der unselbstständig Beschäftigten stieg um 72.200 auf 3.729.600 Personen.  Davon arbeiteten 67.200 mehr in Vollzeit, teilte die Statistik Austria am Mittwoch mit. Bei den Teilzeitbeschäftigten gab es nur wenig Änderungen. Das heißt, dass sich heuer beim Stellenzuwachs das Verhältnis von 54:46 zugunsten der Vollzeit auf 93:7 verschoben hat.

Die Zahl der Beschäftigten war deutlich höher als vor einem Jahr. Neben dem Zuwachs bei Vollzeit, der sich vor allem auf Frauen konzentrierte, waren auch mehr Über-55-Jährige in Beschäftigung. Der Beschäftigungszuwachs bei den unselbstständig Beschäftigten entfiel zu zwei Dritteln auf Männer, die auch ein leichtes Plus bei der Teilzeit aufwiesen. Bei Frauen konzentrierte sich der Anstieg auf Vollzeit. Die Teilzeitquote bei den unselbstständig beschäftigten Frauen lag bei 48,6 Prozent, bei Männer bei 11,5 Prozent. Die Zahl der Erwerbstätigen stieg um 1,6 Prozent auf rund 4,25 Millionen. Die Zahl der Selbstständigen und mithelfenden Familienangehörigen blieb auf Vorjahresniveau.

Auch andere Parameter zeigten in den ersten drei Monaten eine deutliche Verbesserung. Die Arbeitslosenzahl (nach internationaler Definition) sank um 29.100 Personen bzw. elf Prozent auf 235.100 Personen, die Arbeitslosenquote von 6,0 auf 5,3 Prozent. Die Zahl der Arbeitslosen sank vor allem bei Männern. Die Zahl sank um rund 20.600 auf 134.200. Die Zahl der arbeitslosen Frauen verringerte sich um 8.500 auf 100.900. Rückläufig war die Arbeitslosigkeit in allen Altersgruppen. Die Zahl der offenen Stellen war mit 115.400 deutlich höher als im ersten Quartal 2017 mit 86.800.

(APA/red.)

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