SPÖ-Kampagne gegen "Konzernkanzler Kurz" und "wählerverratenden" Strache

Unter dem Motto "Es ist zum Weinen" machen die Sozialdemokraten gegen die geplante Arbeitszeitflexibiliserung von Türkis-Blau mobil.

SPOe-PRAeSIDIUM UND BUNDESPARTEIVORSTAND: KERN / LERCHER
SPOe-PRAeSIDIUM UND BUNDESPARTEIVORSTAND: KERN / LERCHER
SPÖ-Chef Christian Kern und Bundesgeschäftsführer Max Lercher. – APA/HELMUT FOHRINGER

Die SPÖ kampagnisiert gegen die von der Bundesregierung geplante Arbeitszeitflexibilisierung. Diese Woche startete die "Aktionswoche gegen die schwarz-blaue 60-Stunden-Woche". Das Motto: "Es ist zum Weinen". Die Aktionswoche ist der Startschuss für eine Kampagne, die noch bis Ende des Jahres gehen soll.

"Für seine Großspender will Konzernkanzler Kurz mit seinem wählerverratenden Erfüllungsgehilfen Strache den ÖsterreicherInnen die 60-Stunden-Woche aufzwingen. Profitieren werden davon nur die Konzerne", schreibt SPÖ-Bundesgeschäftsführer Max Lercher in einer Aussendung. Lercher sagt, schon jetzt würden "jährlich 45 Millionen Überstunden nicht abgegolten". Eine Ausweitung der Höchstarbeitszeit würde dazu führen, dass "es bald gar keine Zuschläge mehr für zusätzlich geleistete Arbeitszeit gibt".

"Hackeln bis zum Umfallen"

Die Ausweitung der Maximalarbeitszeit bringe neben dem "Lohnraub" auch massive Nachteile für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. "Vor allem unsere Kinder werden darunter leiden", so Lercher. Kurz trete die Arbeitnehmerrechte mit Füßen. "Hackeln bis zum Umfallen" sei weder gerechnet noch zeitgemäß. Es brauch fortschrittliche Arbeitszeitregelungen, aber keine Ausdehnung der Arbeitszeit, so Lercher.

Nicht nur die Sozialdemokratie kampagnisiert in Sachen Arbeitszeitflexibilisierung, auch die Industriellenvereinigung. Vor der Wiener ÖGB-Zentrale ist seit einiger Zeit auf riesigen Plakaten zu lesen: "Der generelle 12-Stunden-Tag ist ein Märchen" und "Der generelle 8-Stunden-Tag bleibt erhalten". Die Gewerkschaft sieht das freilich anders.

(Red./APA)

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