Deutsche Banken stehen in Italien mit 75 Milliarden Euro im Feuer

Heute trifft sich der neue italienische Finanz- und Wirtschaftsminister Giovanni Tria mit dem deutschen Finanzminister Olaf Scholz in Berlin. Zu bereden gibt es viel.

Die Forderungen deutscher Banken in Italien belaufen sich nach Angaben der Bundesregierung auf 75 Milliarden Euro. Diese Zahl habe die Regierung am Mittwoch in einer Sitzung des Finanzausschusses unter Berufung auf die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) genannt, hieß es in einem Newsletter des Bundestages. Mit weiteren Forderungen liege der Betrag bei 113 Milliarden Euro. Den Angaben zufolge drängt die Bundesregierung in Gesprächen mit der neuen italienischen Regierung weiter darauf, die Menge an faulen Krediten in den Bankbilanzen (NPL - non-performing loans) zu reduzieren. Der Anteil an NPL in italienischen Bankbilanzen ist im Vergleich zu anderen Ländern der Euro-Zone besonders hoch, auch wenn er seit 2016 deutlich zurückgegangen ist.

Heute Donnerstag ist der neue italienische Finanz- und Wirtschaftsminister Giovanni Tria zu Gesprächen mit Finanzminister Olaf Scholz in Berlin. An den Finanzmärkten hatten Euro-kritische Aussagen und massive Ausgabepläne der italienischen Regierungsparteien - der populistischen 5-Sterne-Bewegung und der rechtsgerichteten Lega - für Unruhe gesorgt.

(Reuters)

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