Christgewerkschafter an Regierung: "So werden alle verlieren"

Paul Kimberger stört der Umgang von ÖVP und FPÖ mit den Sozialpartnern. Kanzler Kurz und Vizekanzler Strache erinnert er daran, dass "man Reformen nur mit den Leuten machen kann, nicht gegen sie".

Paul Kimberger
Paul Kimberger
Paul Kimberger – APA/GEORG HOCHMUTH

Mit Paul Kimberger kritisiert ein weiterer prominenter Christgewerkschafter die Bundesregierung. Ihn empört der Umgang von ÖVP und FPÖ mit den Sozialpartnern, vor allem jener mit den Arbeitnehmern etwa beim Zwölf-Stunden-Tag, berichtet die "Tiroler Tageszeitung" laut Vorabmeldung. Er befürchte, "dass mit dieser Art und Weise alle verlieren werden", so der Chef der Pflichtschullehrergewerkschaft.

Kimberger ortete eine "sehr bedenkliche und schlechte Entwicklung. Die Sozialpartnerschaft ist ein Erfolgsmodell, um das Österreich beneidet wird - weil unterschiedliche Interessen am Verhandlungstisch geklärt werden". An Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) gerichtet meinte er: "Diese Herrschaften sollten sich überlegen, dass man Reformen nur mit den Leuten machen kann, nicht gegen sie. Das wird nicht funktionieren."

>>> Dossier: Das Gerangel um den Zwölf-Stunden-Tag

Als Christgewerkschafter gehe es ihm schlecht, weil er Maßnahmen wie die Kürzung der Mindestsicherung sehr skeptisch sehe. "Da leiden die Schwächsten", so Kimberger: "Man wird in den Schulen merken, dass es in Österreich wieder vermehrt Kinderarmut gibt. So etwas darf es in einem wohlhabenden Land wie Österreich nicht geben."

(APA)

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