Trump droht europäischen Pipeline-Partnern mit Sanktionen

Firmen, die Geschäfte mit Russland und dessen Export-Pipelines machten, liefen Gefahr, von den USA mit Sanktionen belegt zu werden. Dazu zählt auch die OMV.

Rohre fuer Nordstream 2
Rohre fuer Nordstream 2
APA/dpa-Zentralbild/Jens Büttne

US-Präsident Donalrd Trump ist offenbar gerade so richtig in Schwung, was Drohungenbetrifft. Am Rande des Nato-Gipfels hat er auch zu einem Rundumschlag betreffend des Projekts der Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 ausgeholt. Im Streit mit Deutschland über den Bau der Ostsee-Gasleitung hat die US-Regierung ihre Sanktionsdrohungen gegen beteiligte Unternehmen bekräftigt. Für Firmen, die im Geschäft mit russischen Export-Pipelines tätig seien, gebe es diese Gefahr, sagte ein Sprecher des Außenministeriums. Die Pipeline würde nach seinen Worten die Energiesicherheit Europas untergraben und wäre für Russland ein weiteres Werkzeug für „politische Nötigung“.

„Russland weiß, dass dieses Projekt Europa spaltet und nutzt dies aus.“ US-Präsident Donald Trump hatte Deutschland am Mittwoch auf dem Nato-Gipfel in Brüssel als „Gefangenen“ Russlands kritisiert, weil die Bundesrepublik einen großen Teil ihres Energiebedarfes über russische Quellen deckt. Durch die Ostsee verläuft bereits die Pipeline Nord Stream, die Erdgas unter Umgehung von Ländern wie der Ukraine oder Polen direkt nach Deutschland bringt. Mit Nord Stream 2 soll die Kapazität verdoppelt werden.

In das neue Projekt haben fünf westliche Firmen Geld investiert: Die BASF-Tochter Wintershall, die E.ON-Abspaltung Uniper, die österreichische OMV, der britisch-niederländische Konzern Royal Dutch Shell sowie das französische Unternehmen Engie.

(reuters)

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