Mutmaßlicher Drahtzieher von CO2-Betrug verhaftet

Der 45-jährige Brite sei dringend verdächtig als Mitglied einer Bande Umsatzsteuer in Höhe von insgesamt 125 Mio. Euro hinterzogen zu haben, teilte die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Donnerstag mit.

Einer der mutmaßlichen Hintermänner des großangelegten Steuerbetrugs mit CO2-Verschmutzungsrechten in Deutschland ist in London festgenommen worden. Der 45-jährige Brite sei dringend verdächtig als Mitglied einer Bande Umsatzsteuer in Höhe von insgesamt 125 Mio. Euro hinterzogen zu haben, teilte die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Donnerstag mit.

Die Behörde werde zeitnah einen Auslieferungsantrag stellen.

Die deutsche Bundesregierung hatte die CO2-Zertifikate ausgegeben, um den Ausstoß von Treibhausgasen zu reduzieren. Doch Betrüger nutzten den Handel, um mit einem Umsatzsteuer-Karussell von September 2009 bis April 2010 dreistellige Millionenbeträge an Steuern zu hinterziehen.

Bei dem nun festgenommenen Briten handelt es sich nach Angaben der Ermittler um den zweiten Drahtzieher in dem Steuerbetrug im internationalen Handel mit Emissionszertifikaten, ein erster wurde bereits zu acht Jahren Haft verurteilt.

In einer Reihe von Prozessen wegen des Steuerbetrugs erhielten bisher bereits 13 Beteiligte Haftstrafen. Der Betrugsfall hatte auch deshalb Schlagzeilen gemacht, weil der Handel über die Deutsche Bank abgewickelt wurde.

(APA/DPA)

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