Elektroroller-Firma will mit Börsengang 90 Millionen Euro einsammeln

Der deutsche Elektroroller-Hersteller Govecs strebt an die Frankfurter Börse.

Der Elektroroller-Hersteller Govecs will mit seinem Börsengang bis zu 90 Millionen Euro für den Ausbau der Produktion in Polen einsammeln. Das 2009 gegründete Unternehmen aus München legte die Preisspanne für die bis zu 7,5 Millionen Aktien umfassende Emission am Montag auf zehn bis zwölf Euro fest. Die Papiere können von Dienstag an bis zum 27. September gezeichnet werden, die Erstnotiz ist für den 2. Oktober geplant. Danach sollen bis zu 62 Prozent der Anteile im Streubesitz sein. Bis zu 75 Millionen Euro sollen Govecs selbst zufließen, der Rest geht an den bisherigen Hauptaktionär DQuadrat, die Investmentfirma der Eigentümer-Familie des Baukonzerns Wolff & Müller aus Ludwigsburg.

Begleitet wird der Börsengang im streng regulierten Prime Standard der Frankfurter Börse vom Bankhaus Lampe und der Commerzbank. Govecs will den Umsatz in diesem Jahr auf 24 bis 28 (2017: 15) Millionen Euro steigern. Experten zufolge wird der Markt für E-Scooter auch in den kommenden Jahren um mehr als 25 Prozent wachsen. "Wir wollen mit dem Börsengang unser Wachstum beschleunigen - wir sind bereit, um in eine neue Größenordnung aufzusteigen", sagte Vorstandschef und Firmengründer Thomas Grübel. Die Produktionskapazität in Breslau solle ausgebaut werden, zudem wolle Govecs weniger auf Zulieferer angewiesen sein. Die Antriebstechnik für die Roller kommt von Bosch. 

(Reuters)

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