AMS will Schwindler unter Arbeitslosen aufdecken

Grafik Ein neues Team soll nun in Niederösterreich jene Fälle aufklären, bei denen der Verdacht besteht, dass Arbeitslose bewusst Jobabsagen provozieren.

THEMENBILD: ARBEITSMARKTSERVICE AMS / ARBEITSLOSENZAHLEN /ARBEITSLOSE
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Nicht alle Bewerber wollen einen Job, glaubt man beim AMS. – APA/HERBERT PFARRHOFER

Der Arbeitsmarkt in Niederösterreich boomt, die Anzahl der freien Stellen steigt an. Daher ist der Bedarf an Fachkräften auch entsprechend hoch. Fast 449.489 Vermittlungsvorschläge haben die Berater der 22 AMS-Geschäftsstellen in Niederösterreich heuer bis einschließlich Ende August an Arbeitslose ausgehändigt. 61.715 Personen ist in diesem Jahr bereits der Wiedereinstieg ins Erwerbsleben gelungen. 

Doch nicht jeder, der sich für einen Job bewirbt, möchte ihn auch. Eher die Ausnahme, aber das AMS Niederösterreich will diesen Verdachtsmomenten nunmehr mit einem Erhebungsdienst auch nachgehen, berichtet „noe.orf,at“. Dieses Team soll, wie es im Fachjargon heißt, Fälle von „Vereitelung des Arbeitsangebotes“ aufspüren. „Wenn Jobsuchende passende Schulungs- oder zumutbare Stellenangebote vereiteln, müssen sie mit Konsequenzen rechnen“, sagt AMS-Landesgeschäftsführer Sven Hergovich zitiert.



Konkret könnte das etwa die Sperre des Arbeitslosengeldes zur Folge haben. Umgekehrt sei es aber auch möglich, dass Arbeitssuchende zu Unrecht beschuldigt werden, heißt es. Zu den Aufgaben gehören ab sofort auch Recherchen zu Schwarzarbeit und Scheinwohnsitzen. Insgesamt rechnet das AMS Niederösterreich im kommenden Jahr mit etwa 800 zu recherchierenden Verdachtsfällen.

>>> Bericht auf "orf.at"

(red. m)

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