Teures Fahrrad, aber gratis Tesla

Eine Änderung im Steuerrecht hat skurrile Folgen: Während elektrische Dienstautos für Arbeitnehmer weiter steuerfrei bleiben, müssen sie für Dienstfahrräder oder E-Bikes bald zahlen.

E-Bikes sind nicht steuerfrei – weil es zu Missbrauch gekommen sei.
E-Bikes sind nicht steuerfrei – weil es zu Missbrauch gekommen sei.
E-Bikes sind nicht steuerfrei – weil es zu Missbrauch gekommen sei. – REUTERS

Wien. Der gute Wille ist da. Der Gesetzgeber will auch im Verkehrssektor etwas gegen den Klimawandel tun und fördert daher Elektroautos so gut es eben geht. Ein Beispiel: Stellen Unternehmen ihren Mitarbeitern Dienstwagen zur Verfügung, müssen diese gemäß Sachwertebezugsverordnung Steuern dafür bezahlen. Als Sachbezug gelten vereinfacht gesagt alle Zuwendungen, die man nicht in Cash vom Arbeitgeber bekommt. Ebenfalls ausgenommen von der Steuerpflicht sind seit Beginn 2016 alle PKW, die zur Gänze mit Strom betrieben werden. Ganz egal, ob die E-Autos überwiegend privat benutzt werden oder nicht. Ein Tesla Model S, zu haben ab 87.800 Euro, wäre für den Mitarbeiter daher mit null Euro zu verbuchen. Auf die mögliche Besteuerung des Sachbezugs verzichtet der Fiskus – der Umwelt zuliebe.

Das ist drin:

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 02.11.2018)

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