Die Arbeit ist nicht mehr das, was sie einmal war

In den vergangenen Jahrzehnten drängten immer mehr Frauen auf den Arbeitsmarkt. Österreich ist unter den Spitzenreitern bei der Frauenbeschäftigung, viele arbeiten Teilzeit. Dadurch sinkt die Bedeutung der Arbeit für die Österreicher.

Mama Hausfrau, Papa nur abends und am Wochenende – das war einmal. Heute arbeiten meist  beide Elternteile.
Mama Hausfrau, Papa nur abends und am Wochenende – das war einmal. Heute arbeiten meist  beide Elternteile.
Mama Hausfrau, Papa nur abends und am Wochenende – das war einmal. Heute arbeiten meist beide Elternteile. – (c) Getty Images (H. Armstrong Roberts)

Österreich ist konservativ – Kinder gehören zur Mutter, ist immer noch die gängige Meinung. Gleichzeitig arbeiten in wenigen europäischen Ländern so viele Frauen wie bei uns. 72 Prozent der Frauen tummeln sich auf dem Arbeitsmarkt. Im EU-Vergleich ein hoher Wert. Fast die Hälfte arbeitet in Teilzeit – bei den Männern sind es zwölf Prozent. „In den Familien arbeiten heute oft beide Partner. Das stellt sie vor neue Herausforderungen“, sagt der Soziologe Roland Verwiebe. Verwiebe, Professor an der Universität Wien, hat mit seiner Kollegin Lena Seewann in einer großen Studie die Einstellung der Österreicher zur Arbeit untersucht. Die Wertestudie wird nächstes Jahr publiziert, einige Ergebnisse liegen aber schon vor. Es zeigt sich: Die Bedeutung von Arbeit hat im Leben der Österreicher in den vergangenen drei Jahrzehnten kontinuierlich abgenommen.

Das ist drin:

  • 5 Minuten
  • 912 Wörter
  • 1 Bild

Sie sind bereits Abonnent?

Klicken Sie hier, um sich einzuloggen

("Die Presse", Print-Ausgabe, 04.11.2018)

Die Presse - Testabo

Testen Sie jetzt „Die Presse“ und „Die Presse am Sonntag“ sowie das „Presse“-ePaper und sämtliche digitale premium‑Inhalte 3 Wochen kostenlos und unverbindlich.

Jetzt 3 Wochen testen
Meistgekauft
    Meistgelesen