Dem Osten gehen die Arbeiter aus

Der Arbeitskräftemangel in Osteuropa hemmt die Expansion, stark steigende Lohnkosten machen weniger wettbewerbsfähig. Davor warnen Experten des Kreditversicherers Coface. Polen lässt nun Migration aus der Ferne zu – zähneknirschend.

Dringend gesucht: Arbeitskräfte in Osteuropa (hier eine Elektrolux-Fabrik in Polen)
Dringend gesucht: Arbeitskräfte in Osteuropa (hier eine Elektrolux-Fabrik in Polen)
Dringend gesucht: Arbeitskräfte in Osteuropa (hier eine Elektrolux-Fabrik in Polen) – Bloomberg

Sieht doch bestens für die Wirtschaft in Osteuropa aus! – auf den schnellen Blick. Sicher, das rasante Wachstum schwächt sich heuer etwas ab. Aber vier Prozent mehr Wirtschaftsleistung: Davon kann der Westen oder Süden Europas nur träumen. Auch die Arbeitslosigkeit ist historisch niedrig, in Tschechien herrscht sogar Vollbeschäftigung. Der Arbeitsmarkt ist wie leer gefegt. Aber genau das bereitet den Unternehmen immer mehr Kopfzerbrechen: „Alle Umfragen zeigen: Der Mangel an Arbeitskräften ist der größte Hemmschuh und die größte Sorge“, sagt Grzegorz Sielewicz, Osteuropaökonom beim Kreditversicherer Coface. Wer keine Mitarbeiter findet, kann nicht expandieren, auch wenn die Nachfrage da wäre. Damit bleiben oft Investitionen aus, der Treiber künftigen Wachstums. Wie ist es so weit gekommen?

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