Wo das Föderale besser funktioniert

Zu kleinteilig, zu komplex und vor allem zu teuer: So lauten die Klagen über Österreichs Föderalismus. Was lässt sich von anderen lernen? OECD-Expertin Claire Charbit gibt Tipps.

(c) Die Presse

Wien. Wer kennt ihn nicht, den Stoßseufzer: Ein Land mit weniger Einwohnern als Bayern dürfte sich nicht neun Bundesländer leisten. Die Arbeitsteilung ist zu komplex, vieles überschneidet sich oder läuft parallel. Eine Reform muss her, heißt es seit Jahrzehnten. Aber im Grunde bleibt alles wie gehabt. Ist das Schicksal? OECD-Daten erlauben den Blick über den Tellerrand.

Zunächst: So etwas wie Österreich gibt es kein zweites Mal. Schon föderale Staaten, in denen Regionen vieles selbstständig mit eigenen Gesetzen regeln, sind eher selten: 26 weltweit, davon neun Industriestaaten. Nur zwei sind ähnlich klein wie Österreich:

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