Teurer wöchentlicher Einkauf treibt Inflationsrate auf 2,2 Prozent

Grafik Die Inflationsrate steigt gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozentpunkte an. Dazu tragen vor allem Treibstoffe und der höhere Strompreis bei. Der Miniwarenkorb steigt um 4,9 Prozent an.

junge Frau steht an der Zapfsaeule einer Tankstelle und haelt sich mit Blick auf den Spritpreis fass
junge Frau steht an der Zapfsaeule einer Tankstelle und haelt sich mit Blick auf den Spritpreis fass
Treibstoffpreise treiben die Inflationsrate. – imago/blickwinkel

Die Inflationsrate für Oktober 2018 lag nach Berechnungen von Statistik Austria bei 2,2 Prozent, nachdem sie im September 2,0 Prozent betragen hatte. Ausschlaggebend für diesen Anstieg war ein stärkerer Preisauftrieb bei Strom, Treibstoffen und Flugtickets. Die Ausgaben für Verkehr blieben stärkster Preistreiber, gefolgt von jenen für Wohnung, Wasser und Energie.

Im Jahresabstand stiegen die Ausgaben für Verkehr durchschnittlich um 5,0 Prozent. Hauptverantwortlich dafür waren Treibstoffe, die sich im Oktober insgesamt um 15,8 Prozent verteuerten. Die Preise für Flugtickets stiegen um 6,6 Prozent, nachdem sie sich im September noch um 6,1 Prozent verbilligt hatten.

Für Wohnung, Wasser, Energie musste um durchschnittlich 2,8 Prozent mehr bezahlt werde. Haushaltsenergie verteuerte sich insgesamt um 6,1 Prozent. Ausschlaggebend dafür waren die um 30,1 Prozent höheren Heizölpreise, die allerdings auch bereits im September merklich zugelegt hatten. Strom kostete im Oktober um 3,9 Prozent mehr.

Gastronomie ebenfalls teurer

Restaurants und Hotels verteuerten sich durchschnittlich um 3,3 Prozent. Dazu trugen überwiegend Bewirtungsdienstleistungen bei, deren Preise um insgesamt 3,1 Prozent stiegen. Beherbergungsdienstleistungen kosteten um 4,7 Prozent mehr.

Die Preise im Sektor Freizeit und Kultur rutschten um 0,2 Prozent ins Minus, aber nur weil vor allem Pauschalreisen sich um über sechs Prozent verbilligten. Freizeit- und Kulturdienstleistungen kosteten hingegen insgesamt um 2,8 Prozent mehr.

Das Preisniveau des Mikrowarenkorbs, der überwiegend Nahrungsmittel, aber auch Tageszeitungen oder den Kaffee im Kaffeehaus enthält und den täglichen Einkauf widerspiegelt, erhöhte sich im Jahresvergleich unterdurchschnittlich um 0,7 Prozent. Das Preisniveau des Miniwarenkorbs, der einen wöchentlichen Einkauf abbildet und neben Nahrungsmitteln und Dienstleistungen auch Treibstoffe enthält, stieg im Jahresabstand jedoch um 4,9 Prozent.

(red./herbas)

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