Ein Viertel der Bekleidungsausgaben fließen 2020 ins Online-Geschäft

Dabei werden die Online-Marktplätze den firmeneigenen Onlineshops den Rang ablaufen. Einer Studie zufolge wird das auf den individuellen Kunden zugeschnittene Marketing immer wichtiger.

Junge Frau Shopping im Textilhandel
Junge Frau Shopping im Textilhandel
Der stationäre Bekleidungshandel geht schwierigen Zeiten entgegen. – www.BilderBox.com

Der Onlinehandel wird für die Modebranche immer bedeutender. Laut einer aktuellen Studie der Boston Consulting Group (BCG) und der Marketingeinheit von Zalando entfallen bereits jetzt 20 Prozent des gesamten Handelsvolumens von 90 befragten Modemarken auf das Onlinegeschäft. Bis 2020 soll dieser Anteil auf 25 Prozent ansteigen, prognostizierte die BCG am Donnerstag.

Vor allem Online-Marktplätze wie Amazon würden dabei für die Modebranche zunehmend wichtiger. Derzeit sei das Umsatzverhältnis zwischen unternehmenseigenen Onlineshops und Online-Marktplätzen noch ausgeglichen, dies ändere sich laut Studie aber in den nächsten Jahren. Bis 2020 werde das meiste Geld im Plattformgeschäft erwirtschaftet. Die Umsätze der Online-Plattformen wachsen um jährlich zwölf Prozent, jene der eigenen Onlineshops um ein Drittel weniger.

Auch die persönliche Kundenkommunikation wird laut Studie künftig ein Schlüssel zum Erfolg. So wächst der Umsatz mit einer auf den Kunden zugeschnittenen Marketingstrategie um bis zu 15 Prozent. Allerdings würden laut Studie nur 13 Prozent der befragten Marken ihre E-Mails, Social-Media-Posts oder Bildschirmanzeigen an den Kunden anpassen. Obwohl die meisten Marken mehr Geld für digitale Marketingstrategien ausgeben würden, hätte bis jetzt keiner der Teilnehmer wirkliche Exzellenz in diesem Feld erreicht, betonte Andreas Antrup, Managing Director der Marketingeinheit von Zalando.

(APA)

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