Ein Viertel der heimischen Landwirtschaftsflächen sind bereits bio

GrafikSeit 2013 sind die Bio-Umsätze um mehr als die Hälfte gestiegen. Bei den konventionell erzeugten Lebensmitteln verzeichnete der Handel nur ein Plus von zehn Prozent.

Man harvesting potatoes by hand model released Symbolfoto PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxHUNxONLY MIDF00
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Immer mehr Flächen werden für den Anbau von Bio-Produkten eingesetzt. – (c) imago/Westend61 (imago stock&people)

Biologische Lebensmittel sind weiter gefragt im österreichischen Lebensmitteleinzelhandel. Der Umsatz von Bio-Frischwaren (ohne Brot und Gebäck) stieg 2018 im Vergleich zum Jahr davor um 6,7 Prozent auf 542,5 Mio. Euro, geht aus aktuellen Daten der AMA Marketing hervor. Seit dem Jahr 2013 sind die Bio-Umsätze in heimischen Supermärkten damit um mehr als die Hälfte gestiegen.

Der höchste wertmäßige Bio-Anteil im Lebensmitteleinzelhandel entfiel 2018 auf Trinkmilch. Traditionell niedrig ist der Anteil bei Fleisch und Wurst, weil die Kosten für die Biobauern dort deutlich über der konventionellen Produktion liegen.

Ein durchschnittlicher österreichischer Haushalt kaufte 2018 biologische Frischeprodukte im Wert von 148 Euro im LEH ein. Fast jeder Österreicher greift mindestens einmal im Jahr zu einem biologischen Lebensmittel, die Käuferreichweite liegt bei 96,5 Prozent.

"Bio-Lebensmittel sind ein Motor im klassischen Lebensmitteleinzelhandel", kommentierte AMA-Marketing-Chef Michael Blass die aktuellen Zahlen. Auch in der heimischen Landwirtschaft setzte sich 2018 der Bio-Trend fort. Im Vergleich zu 2017 erhöhten sich die Bioflächen um rund 17.000 Hektar auf 637.805 Hektar, die von 23.477 Bio-Betrieben bewirtschaftet wurden, teilte das Landwirtschaftsministerium vergangene Woche mit. Rund ein Viertel der landwirtschaftlich genutzten Flächen in Österreich wird damit nach Bio-Kriterien bewirtschaftet. Österreich hat weltweit den höchsten Anteil an Bio-Flächen.

Der Bio-Anteil über alle Warengruppen beträgt aktuell knapp neun Prozent. Im Ländervergleich lag Österreich im Jahr 2017 auf Platz vier im europäischen Ranking. Nur Dänemark, Schweden und die Schweiz hatten etwas höhere Bio-Markt-Anteile zu verzeichnen.

(APA/red.)

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