Kärntner MID-Gruppe kauft marodes Einkaufszentrum für 30 Mio. Euro

Der heimische Immobilienentwickler will die rund 200 Arbeitsplätze i9n einem Einkaufszentrum nahe Udine erhalten.

Das Einkaufszentrum "Centro Commerciale Friuli" in Tavagnacco bei Udine.
Das Einkaufszentrum "Centro Commerciale Friuli" in Tavagnacco bei Udine.
Das Einkaufszentrum "Centro Commerciale Friuli" in Tavagnacco bei Udine. – (c) Centro Commerciale Friuli

Der Klagenfurter Immobilienentwickler MID Holding will in Friaul weiterhin wachsen. 30 Mio. Euro investiert die Gruppe in den Erwerb des Einkaufszentrums "Centro Commerciale Friuli" in Tavagnacco bei Udine. Der Deal ist bereits unter Dach und Fach, bestätigte der Eigentümer der Gesellschaft Walter Mosser im Gespräch mit der APA am Mittwoch.

200 Mitarbeiter sind von der Akquisition des 33.000 Quadratmeter großen Einkaufszentrums betroffen. "Unser Ziel ist, die Arbeitsplätze zu erhalten", berichtete Mosser. Das 1993 eingeweihte Einkaufszentrum, das vor Jahren noch ein Magnet für Kunden aus den benachbarten Kärnten und Slowenien war, kämpft mit erheblichen Problemen. Im Einkaufszentrum auf zwei Ebenen befinden sich nur noch ein Supermarkt und ein Dutzend Shops.

"Umbauten kommen"

Mosser will dank eines Restylings für den Neustart des Einkaufszentrums arbeiten, dem größten in der Provinz Udine und dem viertgrößten in der gesamten Region Friaul Julisch Venetien. "Wir prüfen noch verschiedene Möglichkeiten. Es ist klar, dass es zu Umbauten kommen wird", berichtet Mosser. Er rechnet, dass die Arbeiten 2020 abgeschlossen sein werden.

MID ist 2017 in Friaul eingestiegen. So erwarb der Immobilienentwickler in Triest das frühere Messegelände für zwölf Mio. Euro. 100 Mio. Euro investiert die Klagenfurter Gesellschaft derzeit für den Bau eines Einkaufszentrums auf dem ehemaligen Messegelände. Geplant sind auf dem Gelände neben dem Einkaufszentrum auch ein Park sowie Abstellplätze für 800 Autos.

"Wir arbeiten in Friaul gut. Die Menschen stehen uns nahe. Sie sind zuverlässige und gute Geschäftspartner", lobte Mosser. Dass es zu weiteren Investitionen in Kärntens Nachbarregion kommen könnte, schließt der Unternehmer nicht aus.

 

(APA)

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