Per Handy zahlen: Tirol macht's für Chinesen möglich

Tirol Werbung und Wirecard starten eine Initiative, um chinesische Bezahllösungen flächendeckend in Tiroler Unternehmen möglich zu machen. Mit an Bord ist unter anderem Swarovski.

imago stock&people

Sie stürmen nicht nur Hallstatt, sie lieben auch die Mozartstadt Salzburg und die Tiroler Berge: chinesische Touristen. Jetzt starten Wirecard, der weltweit führende Innovationstreiber für digitale Finanztechnologie, und die Tirol Werbung eine neue Initiative, um den Touristen aus der Volksrepublik auch hierzulande die Möglichkeit zu bieten, per Handy zu bezahlen. Das ist in China bereits gang und gäbe.

Mit dabei bei der China-Pay-Initiative sind Innsbruck Tourismus, Kitzbühel Tourismus, Ötztal Tourismus, der Tourismusverband St. Anton und die Swarovski Kristallwelten. Ziel des Projekts ist eine flächendeckende Abdeckung des gesamten Bundeslandes mit der Bezahllösung von Wirecard, um die beliebtesten chinesischen Mobile-Payment-Methoden in zahlreichen Tiroler Unternehmen einzuführen. Zum Start werden 150 Unternehmen in der Region mit der Lösung ausgestattet werden.

Die Initiative hat einen handfesten Hintergrund: Laut einer Nielsen-Studie wären rund 91 Prozent der chinesischen Touristen bereit, im Ausland mehr auszugeben und einzukaufen, wenn mehr Händler chinesische Mobile-Payment-Methoden akzeptieren würden. Mit dieser Initiative gehen Wirecard und die Tirol Werbung daher auf die Präferenzen dieser Zielgruppe ein. Tirol will unter anderem Alipay als Zahlungsoption in möglichst vielen Betrieben anbieten. Wirecard übernimmt dabei den gesamten Zahlungsintegrations- und -abwicklungsprozess.

Chinesen sind spendabel

Die Gesamtausgaben chinesischer Touristen in Österreich legten 2018 um 28 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu. Damit liegt China bei den Tax-Free-Einkäufen in Österreich 2018 an der Spitze der außereuropäischen Einkaufsländer. Mit einem Anteil von 30 Prozent an allen Tax-Free-Umsätzen in Österreich liegt China als Herkunftsland im Nationen-Ranking klar auf Platz 1 vor Russland (zehn Prozent) und der Schweiz (acht Prozent). Während der durchschnittliche Einkaufsbetrag von außereuropäischen Touristen bei 508 Euro lag, gaben Besucher aus China bei jedem Einkauf durchschnittlich 616 Euro aus.

Holger Gassler, Märkte-Verantwortlicher der Tirol Werbung sagt: "Wir versprechen uns einen Wettbewerbsvorteil, wenn wir als erstes Bundesland Österreichs chinesische Mobile-Payment-Methoden in großem Umfang einführen. Der Convenience-Gedanke bei der Bezahlung spielt gerade für diese Zielgruppe eine große Rolle und kann die Wertschöpfung sowohl in den Destinationen als auch für die teilnehmenden Unternehmen stärken."  Roland Toch, Managing Director CEE bei Wirecard glaubt, dass das Akzeptieren von Alipay als neue Bezahlmethode zu einem Anstieg des Transaktionsvolumens mit Reisenden aus China von mehr als 350 Prozent innerhalb eines Jahres führen könne.

(red)

Meistgekauft
    Meistgelesen
      Kommentar zu Artikel:

      Per Handy zahlen: Tirol macht's für Chinesen möglich

      Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
      Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.