Händler ärgern sich über Preiserhöhung bei "Geizhals.at"

Jeder Klick der Konsumenten kostet Händler künftig 20 Cent anstatt 16 Cent. Einige Händler überlegen laut einem Medienbericht eine Beschwerde bei der Wettbewerbsbehörde.

Die Presse (Michaela Bruckberger)

Die Online-Preisvergleichsplattform geizhals.at erhöht die Preise für die teilnehmenden 560 Händler. Ab Juni sind pro Klick der Konsumenten auf ein Firmenprofil im Schnitt 20 Cent anstatt derzeit 16 Cent zu begleichen, berichtet der "Standard". Die Vergleichsplattform verteidigt die Tariferhöhung mit höheren Kosten für die 75 Mitarbeiter in Wien.

Einige namentlich nicht genannte Händler denken aufgrund der Geizhals-Preiserhöhung darüber nach, eine Beschwerde bei der Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) einzubringen, schreibt die Zeitung. Die kleinen Händler fürchten eine Ungleichbehandlung gegenüber Händlerriesen wie Amazon, weil diese sich möglicherweise bessere Konditionen aushandeln und es damit zu einer Wettbewerbsverzerrung kommen könnte. Vor allem Elektrohändler sind auf geizhals.at aktiv.

"Geizhals für Händler fast unverzichtbar"

Für den Obmann des Elektrohandels der Wirtschaftskammer, Wolfgang Krejcik, gibt es aktuell keine Wettbewerbsbedenken wegen geizhals.at. Die Preiserhöhungen sind für ihn dennoch überzogen. Er verstehe die Nervosität auf dem Markt, weil "Geizhals ist für Händler in Österreich fast unverzichtbar." "Ich bin zuversichtlich, dass wir einen Kompromiss schaffen werden", sagte der Wiener Elektrohändler dem "Standard".

Die Online-Preisvergleichsplattform weist die Kritik an überhöhten Tarifen zurück. Die Preise von Geizhals seien auch nach der Erhöhung immer noch deutlich unter dem marktüblichen Schnitt. "Das letzte Mal stiegen sie 2016 um rund zwölf Prozent", sagte Geizhals-Unternehmenssprecher Michael Nikolajuk der Zeitung. Amazon bezahle aufgrund eines Provisionsmodells im Schnitt um rund 65 Prozent mehr als andere Händler.

>>> Bericht auf "derstandard.at"

(APA)

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