Millionenpleite einer Linzer Restaurantkette nach Projekt in Wien

In Linz haben die Betreiberfirmen von sechs Restaurants Konkurs angemeldet. Sie sind an der Umsetzung neuer Gastronomieprojekte gescheitert.

REUTERS

Befürchtungen um eine bevorstehende Pleite der Linzer Restaurantkette Arkadenhof sorgten bereits am Montag für Aufsehen. Mitarbeiter waren überraschend bei einer Betriebssammlung dienstfrei gestellt, das Restaurant Arkadenhof am Taubenmarkt, das Traditionswirtshaus "Schiefer Apfelbaum" in der Nähe des Neuromed Campus, der Gasthof Auerhahn in der Freistädter Straße, alle in Linz, sowie das Lokal "Herzstück" im Haidcenter Ansfelden geschlossen worden. Heute Dienstag wurden am Landesgericht über die Vermögen der Arkadenhof Gastronomie GmbH sowie der Mehr-Weg Gastronomie GmbH, beide mit Sitz in Eidenberg, Konkursverfahren eröffnet.

Betroffen von den Insolvenzen sind bei Arkadenhof Gastronomie (Insolvenzverwalter Christopher Schuster) 57 Dienstnehmer und 90 Gläubiger, bei Mehr-Weg Gastronomie  (betreibt das "Henry Sanchez" im Murpark in Graz und das "Junge Römer" in der SCS Vösendorf, Insolvenzverwalter Markuks Weixlbaumer) 40 Mitarbeiter und Gläubiger. Die Passiva liegen bei drei bzw. einer Million Euro. Zu den Aktiva gibt es noch keine Angaben. 

 Als Insolvenz-Ursache gaben die Geschäftsführer und Gesellschafter Christian Meixner und Rene Carl Weber an, dass die Arkadenhof GmbH der Mehr-Weg GmbH ein Darlehen über 650.000 Euro gewährt habe, das nicht ordnungsgemäß zurückgezahlt werden konnte. Die Mehr-Weg Gastronomie GmbH kam bei der Umsetzung von neuen Gastronomieprojekten  aufgrund eines offensichtlich ungeigneten Professionisten erheblich in Verzug. Insbesondere ein Projekt im Millenium Tower in Wien wurde nicht umgesetzt. In Folge wurden auch bereits zugesagte Zahlungen von Investoren (Brauereien) nicht geleistet. Ein Fortbetrieb ist auch hier nicht beabsichtigt. Die beiden Lokale wurden faktisch bereits geschlossen.

Löhne und Gehälter im Februar konnten nicht mehr ausgezahlt werden. Es ist laut KSV1870 in beiden Konkursfällen mit einer Gesamtverwertung der Unternehmen zu rechnen, um eine namhafte Verteilungsquote für die Insolvenzgläubiger zu erzielen.

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