Klimaschutzreferenten wollen Verbot von Ölheizungen im Neubau

Ölheizungen sollen in Neubauten bis spätestens 2020 verboten werden. Dafür sprachen sich die Klimaschutzreferenten der Bundesländer im Zuge einer Konferenz im Burgenland aus.

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Die Klimaschutzreferenten der Bundesländer haben sich bei der Klimaschutzkonferenz in Frauenkirchen im Burgenland für ein österreichweites Verbot von Ölheizungen im Neubau bis spätestens 2020 ausgesprochen. Zudem soll der Ersatz von bestehenden Ölheizungen forciert werden, hieß es am Freitag in einer Aussendung des Umweltministeriums. Die Initiative ging vom niederösterreichischen Landeshauptmann-Stellvertreter Stephan Pernkopf aus. 

Österreich will grundsätzlich bis zum Jahr 2030 die Emissionen im Gebäudesektor signifikant senken. "Dabei ist der Ausstieg aus Öl ein besonders wichtiger Schritt", sagte Umweltministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP). Österreichweit gebe es immer noch rund 700.000 Anlagen, "aus denen wir Schritt für Schritt und sozial verträglich aussteigen wollen". Dass in Neubauten keine neuen Ölheizungen mehr eingebaut werden sollen, sei dabei ein "wichtiger und grundlegender Schritt".

Höchster Anteil an Ölheizugen in der Steiermark

Ebenso wollen sich die Klimareferenten dafür einsetzen, dass der Ersatz von fossilen Ölheizungen durch Heizsysteme mit erneuerbaren Energieträgern auch in der Sanierung zügig und mit Unterstützung von Förderungsinitiativen und Lenkungsmaßnahmen von Bund und Ländern forciert wird. Spätestens 2025 soll ein schrittweiser Ausstieg aus dem fossilen Ölheizungsbestand, beginnend mit Kesseln, die älter als 25 Jahre sind, erfolgen.

Den höchsten Anteil an Ölheizungen hat derzeit noch die Steiermark mit insgesamt 150.000 Ölheizanlagen, gefolgt von Oberösterreich mit fast 132.000 und Tirol mit mehr als 128.000 Haushalten. Im Verhältnis zur Anzahl aller Haushalte bedeutet das, dass in Tirol 27 Prozent und in Kärnten und Vorarlberg knapp 21 Prozent aller Haushalte mit Öl heizen, während in Niederösterreich noch 11,7 Prozent, im Burgenland 13,5 Prozent und in Oberösterreich 14,6 Prozent darauf setzen.

(APA)

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